Der größte Börsengang der Geschichte steht kurz bevor. SpaceX hat alle 555.555.555 Aktien platziert und an den Börsen weltweit herrschte zum Wochenschluss Kauflaune. Der DAX setzte bereits am Vortag, trotz Zinserhöhung der EZB, zu einer leichten Erholung an, die sich zunächst fortsetzte. Damit entfernte er sich wieder von der 24.000 Punkte-Marke. Eine Zinsanhebung der Europäischen Zentralbanker war, angesichts der Inflationsrate, erwartet worden. Neben dem SpaceX IPO zeigten sich Anleger auch erfreut, dass US-Präsident Donald Trump den geplanten Angriff auf den Iran abgesagt und ein baldiges Friedensabkommen angekündigt. Die Regierung in Teheran erklärte zwar, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, an den Börsen überwog dennoch der Optimismus. Und auch an den Rohstoffmärkten sorgte die vorerst herrschende Entspannung im Nahen Osten für einen Rückgang der Ölpreise. Sie erreichten zwischenzeitig den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Positiv wirkte sich hier auch eine Analyse der US-Großbank Goldman Sachs aus, die ihre Prognose für 2027 auf 80 $ pro Barrel senkten und auf ein steigendes Angebot sowie eine schwächere Nachfrage verwiesen. Rückenwind bekommt der dt. Leitindex auch von der Wall Street. Der Dow Jones schloss 1,9 % fester, während der S&P 500 um 1,8 % zulegte. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte sogar um 2,5 % gen Norden.
Für heute steht der 1. Handelstag von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX an. Nach Eröffnung der New Yorker Börse um 15:30 Uhr Ortszeit werden die Aktien das 1. Mal gehandelt. Der Ausgabepreis lag bei 135 $. Musk will bis zu 86 Mrd. $ einsammeln – der bisher mit Abstand größte Börsengang der Welt. Insgesamt soll der Konzern fast 1,8 Bill. $ wert sein.
Die 5C-Tech GmbH, eine Tochtergesellschaft von Friedrich Vorwerk, hat einen bedeutenden internationalen Auftrag gewonnen: Das Unternehmen liefert seine
hochautomatisierte Pipeline-Schweißtechnologie PX-II für eines der derzeit wichtigsten Energieinfrastrukturprojekte Zentralasiens – den Bau der zweiten
Linie der Gasfernleitung Beineu-Bozoy-Shymkent in der Republik Kasachstan. Die Pipeline zählt zu den strategisch bedeutendsten Gasfernleitungen Kasachstans.
Der US-Softwarekonzern Adobe hat trotz unerwartet hoher Umsatzziele seine Anleger wegen eines weiteren Managementwechsels nicht besänftigen können. Zwar geht der Konzern im laufenden 3. Quartal von mindestens knapp 6,7 Mrd. $ Umsatz und damit mehr aus, als Analysten ihm zugetraut hatten. Allerdings verlässt mit Finanzchef Dan Durn ein weiterer Topmanager schon kommende Woche den Spezialisten für Software zur Mediengestaltung. Im März hatte bereits der langjährige Chef Shantanu Narayen seinen Abgang verkündet.
Die ordentliche Hauptversammlung von HHLA hat die Übertragung der A-Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin, die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE (PoH), und damit den aktienrechtlichen Squeeze-out beschlossen. Die Barabfindung beträgt 21,16 € je A-Aktie.