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Börsenbericht – DAX bremst weiter

Im Vorfeld wichtiger Quartalsberichte von US-Tech-Unternehmen wie SpaceX und Meta hielten sich Anleger zurück. Hinzu kamen die Turbulenzen in Frankreich, Italien und Spanien, womit der Gegenwind für den DAX weiter zunimmt. Zeitweise näherte sich der dt. Leitindex wieder der 25.000 Punkte-Marke. Proteste in Italien, Spanien und Frankreich setzten den europäischen Aktienmarkt zu Wochenbeginn unter Druck. Gerade das Risiko französischer Staatsanleihen wurden auch auf europäischer Ebene eingepreist. Für weitere Impulse wird die anlaufende Berichtssaison in den USA sorgen. Mit den Banken wurde der Startschuss bereits gegeben und langsam aber sicher nimmt sie Fahrt auf. Auch hierzulande werden die ersten vorläufigen Ergebnisse bekannt gegeben. Gerade die Ergebnisse der amerikanischen Tech-Größen werden erneut genau unter die Lupe genommen. Für Investoren ist wichtig, ob sich die Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz auszahlen. Vor den Ergebnissen übten sich die Anleger in vorsichtigen Optimismus. Nach einer schweren Vorwoche, konnte die Technologiebörse Nasdaq zum Wochenstart um 1,1 % zulegen. Auch der S&P 500 kletterte um 0,4 % gen Norden, während der Dow Jones auf der Stelle trat. 

ABB hat im 3. Quartal operativ weiter zugelegt. Wie schon in den beiden ersten Quartalen stiegen Umsatz und Auftragseingang zweistellig, wobei letzterer nicht zuletzt wegen der Rechenzentren überragte. Der Auftragseingang zog auf vergleichbarer Basis um 40 % auf 12,06 Mrd. $ an und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Insgesamt sei die Entwicklung im Q3 nach Plan verlaufen. Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2026 wurden leicht nach oben angepasst. Der Konzern peilt ein vergleichbares Umsatzwachstum im unteren Bereich von 13 bis 19 % (bisher: im niedrigen zweistelligen bis unteren Bereich von 13 bis 19 %) an. Die operative Ebita-Marge sollte sich im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 2,7 Prozentpunkte erhöhen. Bisher wurde keine konkrete Zahl für einen Anstieg genannt.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche stellt aus Ärger über Sparvorgaben der Bundesregierung im Gesundheitswesen alle Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand. "Wir haben sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland erst einmal auf Hold gesetzt", sagte Roche-Deutschlandchef Daniel Steiners in einem Interview. Steiners forderte verlässliche Rahmenbedingungen. Mit Blick auf das Gesetz zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge (GKV) sagte er: "Statt die strukturellen Probleme der GKV anzugehen, setzt die Politik auf kurzfristige Einsparungen und zusätzliche Belastungen für die Industrie." 

Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat nach einem starken 3. Quartal erneut seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der im MDAX notierte Konzern rechnet 2026 nun beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit einem Anstieg auf um die 500 Mio. €. Zuletzt hatten die Mannheimer mit 460 bis 480 Mio. € gerechnet, nach 435 Mio. € im Vorjahr. Im Q3 zog das operative Ergebnis auf vorläufiger Basis um gut 27 % auf 149 Mio. € an und übertraf damit deutlich die Erwartungen von Analysten. Gleichzeitig warnte das Unternehmen, dass zwar für das Schlussquartal inflationsbedingt mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet werde. Allerdings werde das letzte Jahresviertel aufgrund der Feiertage saisonal das schwächste Quartal im Jahresverlauf.