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Börsenbericht – DAX erreicht Rekord

Zum Wochenschluss dürfte die Rekordjagd hierzulande weitergehen – erst gestern hatte der US-Arbeitsmarktbericht den DAX bis auf 25.655 Punkte geschoben. Damit wurde das bisherige Rekordhoch bei 25.507 Zählern übertroffen.  Vor allem die Hoffnungen auf Zinssenkungen in den USA, nach schlechter als erwartet ausgefallenen Jobdaten, sorgten für gute Stimmung und dürften den dt. Leitindex auch heute weiter unterstützen. Der US-Arbeitsmarktbericht zeigte deutlich, dass sich die Einstellungsdynamik imm Juni deutlich abgeschwächt hat. Mögliche Zinserhöhungen rückten damit in den Hintergrund und am Markt wird inzwischen auf Zinssenkungen zum Jahresende spekuliert. In Asien sorgten positive Konjunktursignale ebenfalls für Kauflaune: Der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor signalisierte im Juni wieder Wachstum. Gleichzeitig stieg in China die Auslandsnachfrage nach Dienstleistungen so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr, auch wenn der Sektor insgesamt etwas langsamer wuchs. Die US-Börsen bleiben zum Wochenschluss wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Im gestrigen Handel erreichte der Dow Jones jedoch noch eine neue Bestmarke und schloss 1,1 % fester, wohingegen die Technologeibörse Nasdaq 0,8 % nachgab und der S&P 500 mehr oder weniger auf der Stelle trat. Im vergangenen Monat wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 57.000 neue Stellen geschaffen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 110.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 %. 

Unter Druck gerieten zwischenzeitig vor allem Halbleiter- und Technologiewerte. Nach den starken Kursgewinnen in diesem Jahr setzten bei Tesla oder Meta jedoch Gewinnmitnahmen ein. Auch die Aktien von Bending Spoons rutschten ebenfalls ab, nachdem die Papiere des Vimeo-Eigentümers bei ihrem Nasdaq-Debüt am Vortag noch um 40 % in die Höhe geschossen waren.

Eine angehobene Lieferprognose gab den Aktien des US-Elektroautobauers Rivian zeitweise Rückenwind. Der Tesla-Rivale rechnet für 2026 nun mit Auslieferungen von 65.000 bis 70.000 statt 62.000 bis 67.000 Fahrzeugen. Den optimistischeren Ausblick begründete das Unternehmen mit einer starken Nachfrage nach seinen Lieferwagen sowie den SUV- und Pick-up-Modellen der R1-Reihe. Zugleich dürfte das neu eingeführte, günstigere Modell R2 das Wachstum antreiben. Der Fahrdienstleister Uber hatte im März angekündigt, ab 2028 10.000 autonom fahrende R2 als Robotaxen einsetzen zu wollen. Zudem teilte Rivian mit, im 2. Quartal 12.194 Fahrzeuge ausgeliefert zu haben. Damit übertraf der Konzern die durchschnittliche Analystenprognose von 10.518.

Die Aktien von Gea haben ihre Kurserholung nach einer Empfehlung der Investmentbank RBC fortgesetzt. RBC-Experte Sebastian Kuenne hält dies mit seinem Kursziel von 70 € für möglich und votiert entsprechend mit "Outperform".

Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwartet nach der Stornierung des Programms für die Fregatte F126 Einbußen. So könnte der Umsatz im laufenden Jahr dadurch bis zu 300 Mio. € weniger betragen, teilte das Unternehmen mit. Im 2. Quartal habe Rheinmetall hingegen sein Umsatzwachstum deutlich beschleunigt, es dürfte über 60 % liegen, hieß es weiter.

Nachdem die Aktien der DWS zwischenzeitig ein Rekordhoch erreicht hatten, legten sie zum Wochenschluss den Rückwärtsgang ein. Die Fondsgesellschaft sei gut aufgestellt, die Bewertung erscheine ihm inzwischen aber etwas zu ambitioniert, schrieb Jochen Schmitt vom Bankhaus Metzler. Er rät mit einem Kursziel von 61,40 € nun zum Verkauf.

Der Getriebehersteller Renk verstärkt sich im Marinegeschäft. Dazu übernimmt das Unternehmen den britischen Hersteller David Brown Defence, wie Renk mitteilte. Finanzielle Details nannte der Konzern nicht. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die Bewertung bei 200 bis 250 Mio. $ liegen könnte.