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Börsenbericht – DAX vor Stabilisierung?

Der DAX startet nach der Schwäche zum Wochenschluss stabiler in die neue Börsenwoche. Im Sog der US-Tech-Werte war der dt. Leitindex am Freitag zeitweise bis auf knapp 25.000 Punkte eingebrochen, konnte sich aber erneut oberhalb der Marke behaupten. Auch die anhaltend hohen Ölpreise drückten auf die Stimmung der Anleger – neben den wieder aufgeflammten Sorgen rund um KI. Investoren hinterfragen derzeit einmal mehr die Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz und wann sie sich rentieren. Immerhin konnte sich der Technologieindex Nasdaq zum Wochenschluss fangen, verharrte aber auf dem tiefsten Niveau seit Mitte September. Der Dow Jones gab indes um 1,2 % nach und der S&P 500 musste ebenfalls einen Rückgang von 0,5 % verbuchen. Die laufende Berichtssaison in den USA sowie hierzulande dürfte in den kommenden Tagen für neue Impulse sorgen. Hinzu kommt die nächste anstehende Sitzung der EZB und der US-Notenbank Fed. Zuletzt hatten die Notenbanker mit Zinserhöhungen auf die wachsende Inflation reagiert. 

Der Kreditkartenkonzern American Express streicht trotz gut laufender Geschäfte rund 3.500 Stellen. Konzernchef Steve Squeri versucht auf diese Weise die steigenden Kosten im Griff zu halten. Dabei wird Squeri angesichts der Kauffreude der Kunden optimistischer für das laufende Jahr. Der Gewinn je Aktie soll nun 18,30 bis 18,60 $ erreichen. Das sind mindestens 40 Cent mehr als bisher für den Höchstfall angepeilt. Im 3. Quartal profitierte AmEx zusätzlich vom Verkauf seiner Beteiligung an der Global Business Travel Group, der gut 750 Mio. $ nach Steuern einbrachte.

Roche hat in einer Zwischenanalyse einer Phase-III-Studie mit dem Prüfmedikament Sefaxersen bei Patienten mit IgA-Nephropathie (IgAN) positive Ergebnisse erzielt. Das Medikament verringerte die Proteinurie nach 37 Wochen gegenüber Placebo statistisch signifikant um 43,1 %, wie der Pharmakonzern mitteilte. Eine erhöhte Proteinausscheidung im Urin gilt als wichtiger Indikator für Nierenschäden. Die Wirkung zeigte sich über alle vorab definierten Patientengruppen hinweg. Das Sicherheitsprofil entsprach den zuvor veröffentlichten Ergebnissen einer Phase-II-Studie. Sefaxersen ist ein experimenteller Wirkstoff, der als monatliche Injektion unter die Haut vorgesehen ist. Patienten können sie sich damit selbst verabreichen. Die Phase-III-Studie Imagination wird fortgesetzt, um die Entwicklung der Nierenfunktion über zwei Jahre zu untersuchen.

BASF hat Insidern zufolge im Zuge seiner Übernahmebemühungen dem Spezialchemiekonzern Evonik eine höhere Offerte unterbreitet. Der Chemiekonzern sei mit einem Preisvorschlag von etwa 24 € je Aktie – oder gut 11 Mrd. € in Summe – auf Evonik zugegangen, hieß es. Eine mögliche Erhöhung war von Experten bereits erwartet worden.