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Börsenbericht – Erholung zur Wochenmitte

Angesichts der Entspannungen auf dem Energiemarkt konnte auch der DAX zunächst seine Erholung fortsetzen. In den Fokus der Aufmerksamkeit rücken damit die anstehenden Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank EZB. Die Fed entscheidet zur Wochenmitte über ihren Leitzins und die EZB-Sitzung steht für morgen auf der Agenda. Der Iran-Krieg stellt die Notenbanken vor ein Dilemma: Sinkende Zinsen würden die Konjunktur stärken, heizen aber auch die Inflation weiter an. Analysten rechnen damit, dass die Fed zunächst abwartet. Das Augenmerk wird vor allem auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell liegen – er wird den Zinsausblick aktualisieren. Die Ölpreise sind zuletzt etwas gesunken und ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zeitweise nur noch knapp über 100 $. Damit dürfte der dt. Leitindex seine Erholung, die seit Beginn der Woche läuft, weiter fortsetzen. Allerdings bleibt die Lage angespannt, da die Straße von Hormus weiterhin gesperrt ist. Das iranische Regime kontrolliert weiterhin die wichtige Handelsroute. Zuletzt hatte das US-Militär gemeldet, dass es bunkerbrechende Bomben einsetzt, um iranische Raketenstellungen an der Meerenge zu zerstören. Von der Wall Street kommen ebenfalls positive Vorgaben: Der Dow Jones konnte letztlich 0,1 % zulegen, die Technologiebörse Nasdaq verbuchte indes ein Plus von 0,5 %. 

Der Autozulieferer Aumovio hat trotz eines geringeren Umsatzes das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr gesteigert. Die Conti-Tochter erzielte dank Kostensenkungen einen bereinigten Vorsteuergewinn von 717 Mio. €, was einem Plus von 45,5 % entspricht. Der Umsatz gab indes um 5 % auf 18,5 Mrd. € nach.

Der Elektrolysespezialist Nucera streicht wegen eines geplatzten Projekts und teurer Nachbesserungen seine Jahresprognose zusammen. Der Umsatz dürfte in 2025/26 (per Ende September) bei 450 bis 550 (bisher: 500–600) Mio. € landen. Das Ebit wird zwischen –30 und –80 Mio. € anvisiert. Bisher hatte das Management noch ein ausgeglichenes Ergebnis bis –30 Mio. € erwartet. Als Ursachen nannte der Konzern unerwartet hohe Aufwendungen in der Sparte für Grünen Wasserstoff. 

TAG Immobilien hat im vergangenen Jahr weiter von der hohen Nachfrage nach Wohnraum profitiert. Das operative Ergebnis (FFO I) stieg um 3 % auf 181 Mio. €. Die im November abgegebenen Prognosen für 2026 bestätigte der Immobilienkonzern. Das Unternehmen geht von weiter steigenden Ergebnissen sowie Dividenden aus.

Die Aktionäre von Talanx können sich nach dem Rekordgewinn im vergangenen Jahr über eine deutlich höhere Dividende freuen. Der Versicherungskonzern will die Dividende um ein Drittel auf 3,60 € je Aktie steigern. Talanx betätigte zudem die Ziele für 2026. Das Unternehmen strebt für 2026 einen Gewinn von etwa 2,7 Mrd. € an, womit das für 2027 geplante Ergebnis ein Jahr früher erreicht würde. 

Mastercard kauft für bis zu 1,8 Mrd. $ das Stablecoin-Startup BVNK. Damit stärkt sich der Zahlungsriese für die verstärkte Nutzung von Kryptowährungen in den kommenden Jahren. Die Transaktion umfasst laut Mastercard bis zu 300 Millionen $ an leistungsabhängigen bedingten Zahlungen und soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Bedingungen vor Ende 2026 abgeschlossen werden. 

Der Kochboxenversender HelloFresh hat im vergangenen Jahr einen Großteil des aufgelegten Effizienzprogramms umgesetzt. Währungsbereinigt gab der Umsatz um 9 % auf 6,8 Mrd. € nach. Zwar lief es im Bereich Kochboxen im Schlussquartal besser, allerdings lief es in den USA im Bereich Fertiggerichte aufgrund von produktionstechnischen Engpässen schlechter. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Gruppe einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 3 bis 6 %.