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Börsenbericht – Hoffen und Bangen

Die Unsicherheiten bezüglich des Krieges im Iran halten die Anleger weiterhin in Atem. Viele Investoren hoffen auf eine Waffenruhe, was die Ölpreise beruhigt, auch wenn sie sich auf einem anhaltend hohen Niveau halten. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent hielt sich zuletzt weiterhin bei rund 100 $ und damit knapp 40 % über dem Niveau vor Kriegsausbruch. Medienberichten zufolge verhandeln die USA und der Iran über eine mögliche Waffenruhe – ob es zu einer Einigung kommt bleibt allerdings fraglich. Ein hochrangiger iranischer Vertreter hat inzwischen bestätigt, dass Pakistan als Vermittler einen 15-Punkte-Vorschlag der USA unterbreitet hat. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten hatte zur Wochenmitte die Leitindizes der Wall Street angeschoben. Der Dow Jones verbuchte ein Kursplus von 0,7 %, der S&P 500 kletterte um 0,5 % gen Norden und die Technologiebörse Nasdaq legte um 0,8 % zu.  

Der Baumaschinen-Hersteller Wacker Neuson rechnet trotz des Kriegs im Iran und der hohen Ölpreise für 2026 mit einer besseren Entwicklung. Konkret stellt der Vorstand einen Umsatz von 2,2 bis 2,4 (2,2) Mrd. € in Aussicht. Die operative Marge vor Zinsen und Steuern soll sich auf 6,5 bis 7,5 (6,0) % verbessern. Die Aktionäre sollen zudem eine auf 0,70 (0,60) € je Aktie angehobene Dividende erhalten. 

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat in China einen neuen Verbundstandort eröffnet. Zhanjiang ist mit 8,7 Mrd. € die größte Einzelinvestition in der Geschichte des deutschen Chemieriesen. BASF erwirtschaftet nur rund 14 % seines globalen Umsatzes in China – obwohl dort die Hälfte der weltweiten Chemienachfrage liegt. Der Konzern will in der Volksrepublik aufholen, um den Markt und die Kunden in Südchina besser zu bedienen und von den aussichtsreichen Wachstumsprognosen in der Petrochemie-Branche für die kommenden Jahre zu profitieren.

H&M hat zum Jahresstart weniger verdient. Im 1. Quartal (per Ende Februar) ging der Umsatz um gut 10 % auf 49,6 Mrd. SEK zurück. Der Modekonzern leidet unter dem schwachen Konsumklima und bekommt obendrein deutliche negative Währungseffekte zu spüren. Beim operativen Gewinn schnitt H&M vor allem dank Kosteneinsparungen indes besser ab – hier stand im Q1 ein Plus von gut einem Viertel auf rund 1,5 Mrd. SEK zu Buche. Das übertraf die Schätzungen von Analysten merklich.