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Börsenbericht – KI-Fantasie zurück

Der DAX ist positiv in die neue Börsenwoche gestartet – die Vorgaben von der Wall Street stimmen ebenfalls. Die erneut höheren Ölpreise dürften jedoch auf die Stimmung der Anleger drücken. Die Zweifel, ob die iranische Regierung den Druck, den die Kontrolle über die Straße von Hormus erzeugt, in den kommenden Tagen aufgeben wird, hat den Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent weiter über 100 $ gehalten. Für leichte Entspannung könnte die Nachricht sorgen, dass zwei Flüssiggastankern, die unter indischer Flagge segeln, eine sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewährt wurde. Positive Vorgaben kommen derweil von der Wall Street: Neue Kursfantasien im Tech-Sektor sorgten für Kursgewinne zu Wochenbeginn. Medienberichten zufolge plant der Facebook-Mutterkonzern Meta den Abbau von 20 % oder mehr der Stellen. Damit sollen die kostspieligen Investitionen in die KI-Infrastruktur ausgeglichen werden. Der Dow Jones schloss 0,8 % höher und der S&P 500 rückte um 1,0 % vor. Die Technologiebörse Nasdaq legte um 1,2 % zu. Für weitere Impulse dürften diese Woche die anstehenden Sitzungen der Us-Notenbank Fed sowie der Europäischen Zentralbank EZB. 

Neben Meta rückte auch Nvidia in den Fokus der Anleger. CEO Jensen Huang rechnet bis Ende 2027 mit Bestellungen im Wert von mindestens 1 Bill. $ für die aktuellen KI-Chipsysteme. Zudem sei er überzeugt, dass die Nachfrage nach Computer-Kapazität deutlich höher ausfallen werde. 

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Erlös stieg um 4,3 % auf 1,93 Mrd. €. Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte herausgerechnet betrug das Plus 6,2 %. Das bereinigte Betriebsergebnis kletterte um gut 6 % auf 543,6 Mio. €. Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von 0,83 € je Aktie erhalten. Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter wachsen. Dabei sollen die Erlöse aus eigener Kraft um 5 bis 6 % zulegen.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet in 2026 bei der Zahl der Passagiere erneut hinter dem Vor-Corona-Niveau zurückzubleiben. Nach rund 63,2 Mio. Fluggästen in 2025 dürfte die Zahl an Deutschlands größtem Flughafen im laufenden Jahr auf 65 bis 66 Mio. steigen. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen das Ebitda um 10,4 % auf 1,44 Mrd. €.