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Börsenbericht – Nahost-Konflikt ist zurück

Berichte über neue Angriffe auf Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus trieben erneut die Preise am Ölmarkt. Ein Flüssiggastanker aus Katar ist Insidern zufolge in der für Energietransporte wichtigen Straße von Hormus durch Beschuss schwer beschädigt worden. Es ist das erste Mal seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar, dass ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladener Tanker aus Katar getroffen wird, das in dem Konflikt vermittelt. Die erneuten gegenseitigen Angriffe, trotz Waffenruhe, sorgten auch an den Börsen für Sorge, wie es nun weitergeht. Auch die Sanktionen gegen iranisches Öl wurden von den USA wieder in Kraft gesetzt. Die iranische Regierung kritisierte dies wiederum als “schwerwiegenden Verstoß” gegen das Rahmenabkommen. Hinzu kommt ein Ausverkauf bei Tech-Aktien. Der DAX gab nach drei Gewinntagen in Folge zuletzt wieder nach. Erst zum Wochenstart übersprang der dt. Leitindex erstmals die Marke bei 25.900 Punkten. Nachdem der Hype rund um das Thema KI einmal mehr die Börsen in den vergangenen Wochen antrieb, kamen jüngst die Zweifel zurück. Samsung Electronics lieferte zwar überaus starke Ergebnisse, konnte die hohen Erwartungen der Investoren aber nicht erfüllen. Derzeit ist es eine Achterbahn der Gefühle, die auch an der Wall Street für Kursverluste sorgte. Während die Technologiebörse Nasdaq um 1,2 % nachgab, setzte der S&P 500 um 0,5 % zurück. Der Dow Jones erreichte im Handelsverlauf zwar kurzzeitig ein Rekordhoch, schloss letztlich aber 0,3 % schwächer. 

Trotz der Aufnahme in den Nasdaq100 und positiver Analystenkommentare gab die Aktie von SpaceX nach. Es war eine der schnellsten Aufnahmen in der Geschichte des Index. Dazu hatte der Index-Anbieter Nasdaq das Kriterium der Profitabilität gestrichen. Zugleich nehmen zahlreiche Broker die Aktie in ihre Beobachtung auf und bewerten sie überwiegend optimistisch. 

Gerüchten zufolge will das chinesische KI-Startup DeepSeek eigene KI-Chips entwickeln, um die Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren. Dies setzte nicht nur den Tech-Giganten Nvidia unter Druck, sondern einen Großteil der Chip-Branche. 

Einhell hat auf seiner Hauptversammlung am 3. Juli einen klaren Aufwärtstrend belegt und den Blick auf eine ambitionierte 2. Jahreshälfte gerichtet. Im 1. Halbjahr 2026 erzielte Einhell einen Konzernumsatz der leicht über dem Vorjahr liegt. Für das 2. Halbjahr erwartet das Unternehmen eine spürbar stärkere Dynamik – getragen unter anderem vom Launch von Einhell PROFESSIONAL in Australien und Distributionserweiterungen in mehreren Märkten. 

Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung hat die Aktien des US-Elektroautobauers Rivian auf Talfahrt geschickt. Rivian will 75 Mio. neue Aktien ausgeben und damit rund 1,5 Mrd. $ einnehmen. Mit dem Erlös will der Konzern den Eigenkapitalanteil für eine Kreditvereinbarung mit dem US-Energieministerium leisten. Der Kredit soll den Bau einer neuen Fabrik im US-Bundesstaat Georgia unterstützen, in der das für den Massenmarkt entscheidende günstigere Modell R2 gebaut werden soll. Die Pläne für die Kapitalerhöhung, die den Anteil bestehender Aktionäre verwässert, überschatteten Rivians optimistische Umsatzprognose. Das Unternehmen stellte für das 2. Quartal einen Umsatz zwischen 1,55 und 1,65 Mrd. $ in Aussicht. 

Ein Medienbericht über ein früheres Interesse des chinesischen Rivalen BYD an Renault beflügelte die Aktien des französischen Autobauers. BYD habe zweimal vergeblich versucht, bei Renault einzusteigen, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos". 

In Sachen Commerzbank-Übernahme gibt die UniCredit heute das finale Ergebnis des Übernahmeangebots bekannt. Das Management der Commerzbank, sowie der Bund lehnen das Angebot der Italiener ab. Nach Angaben vom 19. Juni hielt die UniCredit knapp 40 % der Anteile an dem deutschen Bankhaus. Hinzu kommen weitere Anteile über Kaufoptionen und andere Finanzinstrumente.