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Börsenbericht – November-Blues?

Nachdem der dt. Leitindex mit Verlusten den Monat Oktober beendete, startete er positiv in den neuen Börsenmonat. Neben der laufenden Berichtssaison rücken in der laufenden Woche vor allem die US-Zwischenwahlen in den Fokus der Anleger. Zum Wochenschluss hatten vor allem die schwachen Ergebnisse von Inte und Amazon die Börse unter Druck gesetzt. Auch wenn der DAX etwas leichter den Hande beendete, steht auf Monatssicht ein Plus von 2,5 % in der Bilanz. Mit Blick auf die Midterms wird vor allem spannend, wie US-Präsident Donald Trump auf die Ergebnisse reagieren wird. Derzeit sieht es danach aus, dass die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren dürften. Mit Blick auf die laufende Berichtssaison rückte zuletzt einmal mehr die Frage in den Fokus ob und wann sich die hohen Investitionen der Tech-Konzerne auszahlen. Für diese Woche stehen noch die Ergebnisse des iPhone-Herstellers Apple auf der Agenda. Von der Wall Street kommen derweil schwache Vorgaben. Die sich wieder zuspitzenden Sorgen rund um den Megatrend Künstliche Intelligenz haben die Tech-Aktien erheblich unter Druck gesetzt. Die Tech-Börse Nasdaq rutschte zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Anfang August. Der S&P 500 gab ebenfalls im Zuge des Tech-Sogs um 1,5 % nach. Der eher von traditionellen Branchen dominierte Dow Jones schloss 0,6 % leichter. 

Der Siemens-Rivale Alstom kappt die Prognose erneut und verschreckte damit die Anleger. Der französische Zughersteller rechnet nach Problemen mit Nahverkehrszügen vom Typ Coradia Max in Deutschland nur noch mit einer Gewinnmarge von rund 1 %. Das sind 5,5 Prozentpunkte weniger als zuletzt. Zudem dürften 1,5 Mrd. € an Barmitteln abfließen, bislang war Alstom von einem Zufluss ausgegangen. Im 1. Halbjahr fuhr Alstom nach vorläufigen Zahlen einen Verlust ein. Alstom-Chef Martin Sion, der seit April im Amt ist, kündigte Einsparungen und einen Schuldenabbau an. Ziel sei es, ab dem kommenden Jahr wieder in stabileres Fahrwasser zu kommen. 

Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Beiersdorf von 90 auf 88 € gesenkt und die Aktien von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Das Wachstum der Abverkäufe von Händlern an die Endverbraucher der Marke Nivea habe sich im 3. Quartal wieder verschlechtert, schrieb Jeremy Fialko in seiner Neubewertung nach dem Zwischenbericht. Dies wecke erneut Zweifel am Marken-Turnaround. 

Im erholten Tech-Sektor sind die Papiere von Aixtron zuletzt besonders positiv aufgefallen. Nach einer Empfehlung von Kepler Cheuvreux gewannen die Aktien des Chip-Ausrüsters. Sie konnten damit die Verluste von Freitag vollständig aufholen.