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Börsenbericht – Positiver April-Auftakt

Ein Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg sorgte vorübergehend für gute Stimmung an den Aktienmärkten und bescherte dem DAX einen positiven Start in den neuen Börsenmonat. Der Leitindex schaffte wieder den Sprung über die 23.000 Punkte. Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss schon an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. US-Präsident Trump rechnet derweil mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Kriegs an, die in der Nacht zum Donnerstag erwartet wird. Er sagte, dass es für ein Ende des US-Militäreinsatzes keinen Deal mit dem Iran geben muss. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten. Die Hoffnung auf eine Deeskalation sorgte für Kursgewinne an der Wall Street. Der Dow Jones schloss 2,5 % fester, während der S&P 500 sogar 2,9 % fester schloss. Die Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel 3,4 % besser. 

SFC Energy hat einen Folgeauftrag im Wert von rund 3,5 Mio. CAD von einem führenden kanadischen Öl- und Gasproduzenten erhalten. Der Auftrag spiegelt die anhaltend starke Nachfrage nach den vollintegrierten Frequenzwandlern (Variable Frequency Drive (VFD)) von SFC wider und baut auf einer langjährigen Kundenbeziehung auf. Umsatz- und Ergebnisbeiträge werden für das Geschäftsjahr 2026 erwartet.

Ende März hat Nordex von der STAWAG Energie GmbH, einer Tochter der STAWAG einen Auftrag für fünf Windenergieanlagen des Typs N163/6.X erhalten. Die Turbinen mit einer Nabenhöhe von 164 Metern sind für den 35-MW-Windpark Frettertal in der Gemeinde Finnentrop (Kreis Olpe) im Sauerland bestimmt. Der Vertrag mit dem langjährigen Kunden umfasst außerdem einen Premium Service der Anlagen über 20 Jahre.

Der Sportartikel-Riese Nike sieht Risiken für sein Geschäft durch den Iran-Krieg. Finanzchef Matthew Friend verwies auf mögliche "ungeplante Schwankungen" durch steigende Ölpreise und andere Faktoren, die Folgen für Kosten oder das Verhalten der Verbraucher haben könnten. Für das laufende Quartal rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang von 2 bis 4 %. 

Der Einzelhandelsimmobilien-Konzern Dt. Euroshop hat 2025 nur dank hoher Bewertungsgewinne unter dem Strich deutlich mehr verdient. Der Überschuss wuchs um fast drei Viertel auf gut 215 Mio. €. Im Tagesgeschäft gingen Umsatz und operativer Gewinn hingegen etwas zurück. Für 2026 erwartet das Management steigende Mieteinnahmen, aber höhere Zinsausgaben. Die Dividende für 2025 soll mit 1,00 (2,65) € je Aktie deutlich schrumpfen. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz leicht auf gut 270 Mio. € zurück. Das Ebit sank um knapp 1 % auf rund 214 Mio. €. Für 2026 erwartet der Vorstand eher einen Anstieg von Umsatz und operativem Gewinn, hält sich aber auch einen leichten Rückgang offen.