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Börsenbericht – Positiver Wochenstart

Nach einem gelungenen Wochenauftakt richtet sich der Blick der Investoren wieder auf die laufende Berichtssaison. Der DAX dürfte seine Erholung weiter fortsetzen – wenn auch mit gedrosseltem Tempo. Auch die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken werden für weitere Impulse sorgen. Im gestrigen Handel konnte sich der dt. Leitindex weiter von der 25.000 Punkte-Marke absetzen. Für positive Stimmung hatte auch der ifo-Geschäftsklimaindex gesorgt, der zum sechsten Mal in Folge ein Plus verzeichnete. Damit hat sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft, trotz der anhaltend hohen Energiepreise aufgehellt. In den USA erreicht derweil die Berichtssaison langsam aber sicher ihren Höhepunkt. Mit Amazon, Microsoft und Alphabet stellen weitere Tech-Größen ihre Bilanzen vor – hier liegt der Fokus der Anleger vor allem auf den Investitionen in Künstliche Intelligenz. Die Konzerne müssen beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen über kurz oder lang auszahlen und rentieren. An der Wall Street sorgte einmal mehr Anthropic für Bewegung. Um die Investitionen in KI stemmen zu können, benötigt das Start-up weiteres Kapital, das nun über den Börsengang kommen soll. Neuesten Meldungen nach, soll es im November so weit sein. Dem S&P 500 und der Technologiebörse Nasdaq gelang es, ihre zweiwöchige Verlustserie zu beenden: Der S&P 500 schloss 0,7 % fester, während die Nasdaq um 0,8 % zulegte. Auch der Dow Jones konnte weiter zulegen und gewann letztlich 0,3 %. 

Bei Novartis hat der negative Einfluss von Nachahmer-Präparaten der Konkurrenz im 3. Quartal weiter nachgelassen. Zugleich profitierte der Schweizer Pharmakonzern von Produktivitätsverbesserungen und verdiente dadurch mehr als gedacht. Konzernchef Vasant Naramsinhan blickt nun optimistischer auf die Gewinnentwicklung in diesem Jahr als bisher. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis soll nun mindestens stagnieren oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen. Hier hatte Novartis bisher einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Im Q3 war die Kennziffer um 11 % auf gut 6 Mrd. $ gestiegen. Unter dem Strich brach der Gewinn allerdings von 3,9 auf 1,2 Mrd. $ ein – hier schlugen sich milliardenschwere Wertminderungen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Produktkandidaten Del-Desiran nieder.

Der Finanzdienstleister Hypoport hat im 3. Jahresviertel mehr verdient als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei von 7,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 10,8 Mio. € gestiegen. 

Cancom hat wegen der weiter anhaltenden Kaufzurückhaltung seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt. Der Umsatz des IT-Dienstleisters dürfte mit nun erwarteten 1,65 bis 1,75 Mrd. € die bisherige Prognose von 1,75 bis 1,85 Mrd. € verfehlen. Längere Entscheidungszyklen und Projektverschiebungen, insbesondere im Bereich Workplace, wirkten sich auf die Kundennachfrage aus, hieß es zur Begründung. Die Prognosen für das Ebitda bestätigte Cancom unterdessen. Im 3. Quartal sank der Umsatz nach vorläufigen Zahlen von 423,9 auf rund 412,0 Mio. €. Das Ebitda ging auf 24,1(27,1) Mio. € zurück. Den vollständigen Quartalsbericht will Cancom am 12. November veröffentlichen.