In der vergangenen Woche hat der DAX neue Höchststände erreicht – nun könnte die Luft zunächst raus sein. Zinserhöhungen in den USA sind zwar unwahrscheinlicher geworden, doch die Lage im Nahen Osten ist weiterhin angespannt und auch die Sorgen im KI-Bereich sind zurück. Nachdem der dt. Leitindex in der Spitze bis auf 25.829 Punkte geklettert war, hatte er bei 25.779 Zählern geschlossen – nach den jüngsten Rekorden ging dem DAX zum Wochenstart etwas die Puste aus. In den USA stehen nach den schwachen Arbeitsmarktdaten am 14. Juli Zahlen zur Verbraucherpreisinflation an. Positive Impulse kommen heute vom Ölmarkt, nachdem das Ölkartell OPEC+ trotz fallender Preise eine höhere Produktion ab August angekündigt hat. Die Fördermenge soll um 188.000 Barrel am Tag erhöht werden. An der Wall Street blieben die Börsen vor dem 4. Juli feiertagsbedingt geschlossen.
Der britische Billigflieger EasyJet hat sich nach eigenen Angaben mit dem US-Investor Castlelake grundsätzlich auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt. Nach wochenlangem Ringen stockte Castlelake seine Offerte abermals auf und bietet nun 6,90 £ je EasyJet-Aktie, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Darüber hätten beide Seiten eine Grundsatzvereinbarung erzielt. Das Angebot bewerte das Unternehmen mit 5,23 Mrd. £. Castlelake hatte im Juni zunächst 6,25 £ und dann 6,50 £ je Aktie geboten, war damit aber bei EasyJet auf Ablehnung gestoßen. Um Castlelake zu einer Aufstockung zu bewegen, hatte EasyJet dem Interessenten Zugang zu Geschäftsinformationen gewährt. Dies war an der Börse als positives Signal gewertet worden.
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat die Übernahme des britischen Biotechunternehmens Myricx Bio für bis zu 1,5 Mrd. $ vereinbart, um seine Onkologie-Sparte zu stärken. Wie Novartis mitteilte, entwickelt das nicht börsennotierte Unternehmen eine neue Klasse von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten. Der Ansatz von Myricx Bio bringe differenzierte Mechanismen zur Krebsbekämpfung direkt in die Tumorzellen ein. Novartis wird eine Vorauszahlung in Höhe von 1,1 Mrd. $ leisten, zu der potenzielle zusätzliche Zahlungen von bis zu 400 Mio. $ hinzukommen können. Der Abschluss der Transaktion wird für die 2. Hälfte des Jahres 2026 erwartet. Sie steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.