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Börsenbericht – Stabilisierungsversuch

Nach dem Abverkauf vom Vortag dürften die Börsen zum Wochenschluss etwas aufholen. Der DAX war im gestrigen Handel unter die runde Marke von 23.000 Punkten gerutscht, dürfte diese jedoch zum Wochenschluss testen. Für etwas Entspannung sorgen Aussagen des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu: Die Militärschläge hätten Irans Fähigkeit zur Anreicherung von Uran zerstört, der Krieg werde sehr viel schneller enden als viele glaubten, hieß es Medienberichten zufolge. Der Preis für Öl der Sorte Brent fiel daraufhin unter die Marke von 107 $ je Barrel. Ein weiterer Grund für den zeitweisen Rückgang der Ölpreise  waren auch Ankündigungen der EU und Japan: Sie hatten erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu helfen – allerdings unter nicht näher bekannten Bedingungen. Für einen Stimmungsdämpfer sorgten indes die jüngsten Aussagen der Europäischen Zentralbank EZB. Die Inflation sieht die EZB im laufenden Jahr inzwischen bei 2,6 statt 1,9 %. Trotzdem rechnet die Notenbank im Basisszenario damit, dass sich die Lage auf der Inflationsseite 2027 wieder entspannen und in Richtung Zielmarke von 2 % zurückgehen sollte. Analysten rechnen mit zwei Zinserhöhungen von jeweils 0,25 % in diesem Jahr. Die anhaltend hohen Energiepreise hatten auch in den USA die Inflationssorgen geschürt – eine erste Erholung hatte auch an den US-Börsen für bessere Kurse gesorgt. Der Dow Jones konnte sein Minus auf 0,4 % reduzieren und der S&P 500 auf –0,3 %. Die Technologiebörse Nasdaq schloss letztlich 0,3 % leichter.  

Der US-Einzelhandelskonzern Walmart hat einem Vergleich in Höhe von 100 Mio. $ zugestimmt und legt damit die Vorwürfe der Federal Trade Commission (FTC) und 11 Bundesstaaten bei. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, Lieferfahrern um Einkommen in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe gebracht zu haben, indem es sie über die erzielbare Grundvergütung, Bonuszahlungen und Trinkgelder getäuscht haben soll. 

PNE erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein um Sondereffekte bereinigtes Ebitda zwischen 110 und 140 Mio. €. Als führende finanzielle Erfolgsgröße für die Unternehmensprognose dient ab dem Geschäftsjahr 2026 das Ebitda normalized. Dieses wird bereinigt um einmalige, nicht operative Ergebniseffekte, die nicht der (betriebs-) gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der PNE-Gruppe zuzuordnen sind (Sondereffekte). Für 2026 wird für diese Sondereffekte eine Größenordnung von etwa 20 Mio. € erwartet.

FedEx hat seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben, da der Umsatz und die Erträge je Paket im 3. Quartal gestiegen sind. Für das Gesamtjahr erwartet der Logistikkonzern nun ein Umsatzwachstum von 6 bis 6,5 %, nach einer vorherigen Prognose von 5 bis 6 % Wachstum. Das Unternehmen rechnet zudem mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 19,30 bis 20,10 $, eine Anhebung gegenüber der bisherigen Spanne von 17,80 bis 19,00 $. 

Planoptik hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen mit 11,3 (11,9) Mio. € etwas weniger verdient. Hier hatte sich neben den schwachen Marktbedingungen auch der Lagerabbau bei Großkunden negativ bemerkbar gemacht. Neben dem Umsatzrückgang und allgemeinen Kostensteigerungen haben vor allem hohe Einmalaufwendungen das Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 belastet. Das Ebitda sank auf 1,6 (2,5) Mio. € und unterm Strich stand ein Fehlbetrag von –59 (678) T€ in den Büchern. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird ein Umsatzanstieg um mehr als 1 Mio. € erwartet, was vor allem auf die Erholung der Nachfrage durch wichtige Bestandskunden zurückzuführen ist.