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Börsenbericht – Vorgaben schwach

Die zunehmende Nervosität der Anleger macht sich weltweit bemerkbar. Neben den wieder wachsenden geopolitischen Sorgen enttäuschten zuletzt auch Konzernbilanzen. Auch der erneute Anstieg des Ölpreises tat sein Übriges zur Stimmung bei. Der DAX muss sich nun gegen die schwachen Vorgaben stemmen – ob das gelingt, ist indes fraglich. Im gestrigen Handel gab der dt. Leitindex bereits um 1,1 % nach. Der Ölpreis sprang zuletzt auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. Experten befürchten, dass die USA und Israel neue Angriffe auf den Iran planen – eventuell sogar noch vor den Midterms am 3. November. Auch Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien schürten Ängste vor weiteren Unterbrechungen der Energieversorgung. An der Wall Street trat der Dow Jones bei 52.867 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. Der S&P 500 geriet aufgrund der Schwäche der Tech-Werte indes unter Druck und verlor 1,2 %. Die Technologiebörse Nasdaq rutschte sogar wieder unter die 29.000 Punkte-Marke und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte September.  

Holcim hat im Sommerquartal massiv aufs Gas gedrückt. Umsatz und Betriebsgewinn sind markant gewachsen. Insgesamt stieg der Umsatz von Juli bis Ende September um 15,5 % auf 4,66 Mrd. CHF. Dabei kam erstmals seit langem Rückenwind vom Franken, der sich in den letzten Monaten abgewertet hatte. Organisch ist der Konzern um 5,1 % gewachsen. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 16,8 %. Die Ziele für das Gesamtjahr schraubte der Konzern erneut höher. Nun erwartet Holcim ein Wachstum des wiederkehrenden Betriebsgewinns um 10 bis 12 %, nachdem bisher ein Plus von rund 10 % angepeilt worden war. 

Der auf Personalmanagement spezialisierte Softwareanbieter Atoss Software hat im 3. Quartal mehr verdient als gedacht und hebt seinen Margenausblick für das Gesamtjahr an. Das Unternehmen will beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2026 einen Anteil von rund 37 % des Umsatzes erreichen. Bisher standen mindestens 34 % im Plan von Unternehmenschef und Gründer Andreas Obereder. Beim Umsatz schwächeln hingegen die Lizenzerlöse, während die Cloudgeschäfte gut laufen. Beim Gesamterlös erwartet Atoss daher nun eher das untere Ende der Prognosespanne von 210 bis 215 Mio. €.

Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars kappt nach einem desaströsen Quartal mit einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs. CEO Hakan Samuelsson streicht weltweit rund 2.500 Stellen, um die jährlichen Ausgaben um rund 5 Mrd. SEK zu senken. Im 3. Quartal rutschte der Autobauer unter anderem wegen der Krise in China tief in die roten Zahlen. Volvo lieferte in den 3 Monaten mit rund 141.300 Autos 11 % weniger Fahrzeuge aus, der Umsatz rutschte um fast ein Viertel auf 66,9 Mrd. SEK ab. Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag bei –5,6 Mrd. SEK, nach einem operativen Gewinn von 6,4 Mrd. SEK ein Jahr zuvor. 

Die Geschäfte mit feinen Düften und Haarpflege haben den Kosmetikriesen L'Oreal im 3. Quartal stärker angetrieben als erwartet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um knapp 12 % auf 11,56 Mrd. €. "Wir sind weiterhin erfolgreich in den Bereichen Haarpflege und Parfümerie, übertreffen den Markt nun aber auch in der äußerst wichtigen Kategorie Hautpflege", sagte L'Oreal-Chef Nicolas Hieronimus laut Mitteilung. Dabei kam dem Konzern auch der Online-Vertriebsweg zugute. Angaben zur Gewinnentwicklung machte der Konzern – wie zu diesem Zeitpunkt im Jahr üblich – nicht.