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Börsenbericht – Weiter über 25.000 Punkten

Der DAX beendete diese Börsenwoche halbwegs stabil. Nach einem positiven Handelsstart konnten die Gewinne des Vortags größtenteils verteidigt werden und der dt. Leitindex hielt sich weiter über der runden Marke bei 25.000 Punkten. Diese konnte der DAX sogar weiter hinter sich lassen, nachdem diese Marke zu Wochenbeginn unterschritten wurde. Das Rekordhoch von gut 25.507 Zählern von Mitte Januar bleibt im Blick. Zum Wochenschluss stehen am Markt die Inflationszahlen aus Deutschland an, auf die Anleger ihre Aufmerksamkeit richten. Nachdem der Chip-Gigant Nvidia die Sorge vor einer KI-Blase zerstreuen konnte, musste der Wert zeitweise deutliche Kursrücksetzer verbuchen. Diese sorgten auch bei der Technologiebörse Nasdaq für einen Rücksetzer um 1,2 %. Die Standardwerte an der Wall Street tendierten – ungeachtet größerer Kursschwankungen einzelner Aktien – indes stabil. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,1 %. 

Nvidia hat erneut Rekordzahlen vorgelegt und die Markterwartungen, einmal mehr, deutlich überboten. Dennoch kam erneut die Frage auf, ob sich die Investitionen der Tech-Unternehmen auf lange Sicht auszahlen. Der Nvidia-Kurs geriet zeitweise unter Druck. 

Der Streaming-Dienst Netflix ist im Bieterkampf um Warner Bros. ausgestiegen, nachdem der Konkurrent Paramount laut Warner ein “überlegenes” Gebot abgegeben hat. Der Konzern teilte mit, das eigene Angebot nicht nochmal erhöhen zu wollen. Angesichts dieses Angebots sei "der Deal finanziell nicht mehr attraktiv", erklärte Netflix. Der Warner-Verwaltungsrat hielt trotz des neuen Paramount-Angebots an seiner Empfehlung an die Aktionäre fest, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März angesetzt. Die Übernahmevereinbarung mit Netflix bleibe in Kraft.

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat im vergangenen Jahr einen Gewinnbruch erlitten. Der Reingewinn fiel von 1,46 Mrd. CHF auf 387 Mio. CHF. Grund ist der Verkauf des Geschäfts in Nigeria, der einen hohen Währungsverlust von 1,38 Mrd. CHF einbrockte, wie Holcim bekannt gab. Ohne diesen Sondereffekt sei der Reingewinn dagegen um 3,9 % auf 1,78 Mrd. CHF gestiegen. Operativ hat sich Holcim verbessert. Der wiederkehrende Betriebsgewinn Ebit stieg um 1,4 %. Erneut lastete der starke Franken auf den Ergebnissen von Holcim. Der Umsatz sank derweil um 2,9 % auf 15,72 Mrd. CHF. Organisch wäre der Umsatz um 2,9 % gestiegen.

Delivery Hero hat 2025 nach einem guten 4. Quartal deutlich mehr verdient. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda auf über 900 Mio. € auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Bruttowarenwert (GMV) erhöhte sich von rund 48,8 auf 49,2 Mrd. €. Den Ausblick auf 2026 will der Essenslieferdienst mit Vorlage des Geschäftsberichts Ende März vorstellen.

Der Rückversicherer Swiss Re hat ausgerechnet im Jahr der Waldbrände von Los Angeles so viel verdient wie nie zuvor. Mit rund 4,8 Mrd. $ lag der Überschuss fast anderthalb Mal so hoch wie im Vorjahr. Allerdings musste die Swiss Re zum Jahreswechsel noch stärkere Preisrückgänge hinnehmen als die Konkurrenten Munich Re und Hannover Rück. Bereinigt um Inflation und veränderte Risiken seien die Preise bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft mit Erstversicherern zum 1. Januar um 4,3 % gesunken. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 8,00 $ je Aktie erhalten, das entspricht einer Steigerung um 9 %. Außerdem will der Konzern für bis zu 1,5 Mrd. $ eigene Aktien zurückkaufen.

BASF blickt vorsichtig in das laufende Geschäftsjahr. Für 2026 peilt der Chemiekonzern für das Ebitda vor Sondereinflüssen 6,2 bis 7,0 Mrd. € an. 2025 ging das Ergebnis wie bereits bekannt um 9,5 % zurück. Der freie Mittelzufluss (free Cashflow) soll im laufenden Jahr zwischen 1,5 und 2,3 (1,3) Mrd. € betragen. Die Dividende für 2025 will der BASF-Vorstand mit 2,25 € je Aktie stabil halten. BASF hatte bereits im Januar Eckdaten bekanntgegeben.

Der Spezialchemie-Konzern AlzChem hat im vergangenen Jahr wegen schwacher Nachfrage aus der Stahlindustrie etwas weniger umgesetzt als geplant. Der Erlös stieg insgesamt um 2 % auf 562,1 Mio. € – anvisiert wurden rund 580 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zog um 11 % auf 116,5 Mio. € an und übertraf damit die in Aussicht gestellten 113 Mio. €. In diesem Jahr peilt der Konzern Erlöse von rund 600 Mio. € und ein Ergebnisplus auf 126 Mio. €.