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Caterpillar rechnet mit Zoll-Hammer

New York – Der US-amerikanische Baumaschinen-Spezialist befürchtet eine deutlich höhere Belastung durch die Importzölle von Präsident Donald Trump. Sie könnten das Unternehmen in diesem Jahr 1,5 bis 1,8 Mrd. $ kosten, wie der für seine gelben Bagger und Planierraupen bekannte Konzern mitteilte. Bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang August hatte Caterpillar noch eine Spanne von 1,3 bis 1,5 Mrd. $ genannt. Seitdem habe es zusätzliche Zölle und einige Klarstellungen gegeben, erklärte das Unternehmen. Allein im lfd. Quartal erwartet Caterpillar nun Zollkosten von 500 bis 600 Mio $. Vorher war das Management noch von 400 bis 500 Mio. $ ausgegangen. Firmenchef Joe Creed hatte Anfang August verkündet, dass Caterpillar die negativen Auswirkungen der Zölle durch verschiedene Maßnahmen minimieren wolle. Details zu diesen Maßnahmen stehen allerdings weiter aus.

Trumps Zollpolitik zielte ursprünglich auf eine Stärkung der heimischen Produktion. Doch das Beispiel Caterpillar zeigt: Selbst amerikanische Industrie-Ikonen können unter dem Protektionismus leiden. Der massive Kostendruck dürfte mittel- bis langfristig Auswirkungen auf Investitionen, Personalplanung und Innovationsfähigkeit haben.

Caterpillar bekommt  neben der schwachen Konjunktur nun auch noch die Zoll-Belastungen deutlich zu spüren. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass sich der Branchengigant immer wieder berappeln konnte. Entsprechend bleiben Anleger mit starken Nerven hier vorerst weiter investiert; (B+).