New York – Der Cybersecurity-Spezialist konnte das 2. Quartal (per Ende Juli) mit einem Rekordumsatz von 1,17 Mrd. $ abschließen, nach 963,9 Mio. $ im Vorjahr. Damit hat das Unternehmen erstmals in einem Quartal die Milliardenmarke geknackt. Nach Steuern machten sich allerdings u.a. hohe Aktienvergütungen negativ bemerkbar, die das Ergebnis mit –77,68 Mio. $ in die roten Zahlen schickte. Im Vorjahr hatte CrowdStrike noch einen Gewinn von 47,01 Mio. $ eingefahren. Für das lfd. 3. Quartal bleibt der Konzern derweil optimistisch gestimmt und visiert einen Umsatz in der Bandbreite von 1,21–1,22 Mrd. $ an. Allerdings hatte der Markt hier etwas mehr erwartet.
Parallel zu den Quartalszahlen verkündete das Unternehmen die geplante Akquisition von Onum, einem Spezialisten für Echtzeit-Telemetrie-Pipeline-Management. Diese Übernahme soll die Falcon Next-Gen SIEM-Plattform entscheidend stärken. Die Onum-Technologie verspricht bis zu fünfmal mehr Events pro Sekunde als die Konkurrenz und eine Kostensenkung bei der Datenspeicherung um bis zu 50 % . Besonders interessant ist die Möglichkeit der In-Pipeline-Erkennung – Bedrohungen werden bereits erkannt, bevor die Daten überhaupt die Falcon-Plattform erreichen. CrowdStrike-CEO George Kurtz betonte, dass Onum sowohl als Pipeline als auch als Filter fungiere und hochwertige, gefilterte Daten direkt in die Plattform streame. Zu den finanziellen Details machte der Manager indes keine Angaben.
Bei CrowdStrike wurden bereits Gewinne abgesichert. Der Restbestand bleibt dennoch langfristig im Depot eingebucht; (B+).