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DAX dämmt nach EZB-Sitzung Verluste ein

Schwache Vorgaben von der Wall Street

Nach der mit Spannung erwarteten Sitzung der Europäischen Währungshüter konnte der dt. Leitindex seine Verluste eindämmen. Vor der Sitzung der EZB hatten sich die Anleger, angesichts eines möglichen Strategieumschwungs, zurückgehalten und den DAX vorübergehend auf Talfahrt geschickt. Im gestrigen Handel sackte der dt. Leitindex zeitweise bis auf 15.454 Punkte ab, konnte aber letztlich wieder über 15.600 Zähler klettern.  Im 4. Quartal will die EZB den Erwerb von Staats- und Unternehmenspapieren, im Rahmen des Coronanotfallprogramms PEPP "moderat" zurückfahren. Wie stark die Drosselung ausfallen wird blieb jedoch vorerst unklar. Zeitgleich bestätigte die EZB die Laufzeit des Programms mit einem Volumen von 1,85 Bill. € bis mindestens März 2022. Zudem belässt die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euroraum zunächst weiterhin auf seinem Rekordtief. In den USA hat indes der Präsident der New Yorker Fed, John C. Williams, erneut die Sorge vor einem baldigen Beginn des sogenannten "Taperings" angeheizt. Er deutete an, dass die Rückführung der Anleihenkäufe früher als später erfolgen könnte. Insgesamt hält sich die US-Notenbank bisher jedoch bedeckt, was einen konkreten Termin betrifft. An der Wall Street konnten die Leitindizes ihre anfänglichen Gewinn nicht halten. Der Dow Jones rutschte sogar wieder unter die Marke von 35.000 Zählern und beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,4 %. Der S&P 500 gab 0,49 % nach und der Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq schloss mit einem Minus von 0,31 % bei 15.561 Punkten. 

Eine Herabstufung machte zwischenzeitig dem Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) zu schaffen. Zeitweise betrug das Minus über 4 %. 

Facebook hat gemiensam mit Ray-Ban eine smarte Brille entwickelt und vorgestellt. Mit der "Ray-Ban Stories" kann man unter anderem auch Anrufe entgegennehmen, da in der brille zwei Lautsprecher eingebaut sind. 

Der Kurs des Pharmakonzerns Merck KGaA legte zuletzt deutlich zu. Die Darmstädter blicken optimistischer in die Zukunft und streben bis 2025 Erlöse von 25 Mrd. € an. Vorstandschefin Belen Garijo: "In allen drei Unternehmensbereichen Healthcare, Life Science und Electronics stehen die Weichen bereits auf nachhaltigem, profitablem Wachstum."

Kräftig bergauf ging es zuletzt auch für den US-Biotechkonzern Moderna. Das Unternehmen will eine Einfach-Impfung gegen Grippe und COVID-19 entwickeln. Der jährlich zu verabreichende Auffrischungsimpfstoff soll mit einer Dosis verabreicht und ständig angepasst und aktualisiert werden, teilte CEO Stephane Bancel mit. 

Bis Jahresende will der amerikanische Chip-Konzern Intel bekanntgeben, wo er bis 2030 insgesamt 8 Chip-Fabriken bauen will. Unter den etwa 10 Standortkandidaten sind auch einige in Deutschland dabei, hieß es in einem Interview. 

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