Nicht viel geht mehr am deutschen Aktienmarkt: Kurz vor Ende des Börsenjahres 2025 scheinen die Investoren ihre Bücher zu schließen und keine Risiken mehr eingehen zu wollen. Der Leitindex DAX im gestrigen Handel erstmals seit Anfang vergangener Woche wieder unter die runde Marke von 24.000 Punkten. Nach dem Anstieg des Dax bis Mitte Dezember und der jüngsten Stagnation über 24.000 Punkten kann von einer vorweihnachtlichen Jahresendrally keine Rede mehr sein. Zur Zurückhaltung unter den Anlegern dürfte die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Nachmittag beigetragen haben. Angesichts sich aufhellender Wachstumsaussichten dürfte die EZB "die Bremse ziehen" und die Leitzinsen nicht weiter senken.
Die Wall Street und vor allem die technologielastige Nasdaq zollten ihrem starken Lauf im Jahr 2025 ebenfalls weiter Tribut. Sorgen über hohe Bewertungen von Aktien mit Bezug zum Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) hatten zuletzt immer mal wieder belastet, am Mittwoch litten darunter vor allem KI-Infrastruktur-Papiere sowie Energiewerte. Derweil rückte im Handelsverlauf mit Medline der größte US-Börsengang des Jahres in den Fokus.
Hierzulande zeigt sich der frühe Handel zunächst ruhig und wird eher von der “Aktien-Geistern” des gestrigen Handels geprägt:
Rheinmetall zeigt sich weiterhin positiv, nachdem gestern die Entscheidung fiel, dass die Bundeswehr neue Rüstungsgüter im Wert von gut 50 Mrd. € beschaffen darf.
Die deutschen Autohersteller neigen ebenfalls weiter zur Kursschwäche nach einem EU-Vorschlag zu Änderungen am Verbrenner-Aus. Für BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen ging es zunächst weiter nach unten.