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Börsenbericht – DAX vor runder Marke

Nach der wechselhaften Vorwoche startete der DAX stabiler in die neue Börsenwoche und näherte sich wieder der runden Marke bei 25.000 Punkten. Am vergangenen Donnerstag kletterte der dt. Leitindex bis auf 25.239 Zähler und gelangte damit wieder in Sichtweite seines Rekords von gut 25.507 Stellen. Letztlich scheiterte jedoch dieser Ausbruchsversuch über die Charthürde im Bereich von 25.000 Punkten. Vor allem die KI-Sorgen bleiben in vielen Branchen weiterhin das beherrschende Thema. Auch an der Wall Street hatten es die Leitindizes schwer sich von den zuvor erlittenen Verlusten deutlich zu erholen. Anleger scheuten offenbar das Risiko und der Dow Jones konnte immerhin ein Plus von 0,1 % verbuchen. Ein im Januar geringerer Anstieg der Inflation als erwartet gab am Freitag zwar etwas Hoffnung auf sinkende Zinsen, half dem Aktienmarkt aber letztlich kaum. Die Technologiebörse Nasdaq konnte immerhin um 0,18 % zulegen und der S&P 500 ging mit einem Plus von 0,05 % ins Wochenende. Derweil muss der DAX heute ohne Vorgaben von der Wall Street auskommen, da die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen sind (Presidents' Day). Zum Wochenschluss steht unter anderem am Nachmittag die erste Schätzung für das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal 2025 auf der Agenda. Zudem werden die europäischen und deutschen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Experten zufolge wäre ein moderater Anstieg der Indizes am besten, die aber keinen Boom signalisieren. Denn bei zu viel Optimismus könnte die EZB etwaige Zinssenkungen verschieben, was negativ für Aktien wäre. Falls andererseits die Indikatoren zu schwach ausfallen sollten, würde dies Rezessionsängste schüren, was schlecht insbesondere für zyklische Werte wäre.

Die Reederei Hapag-Lloyd hat Übernahmegespräche mit dem israelischen Wettbewerber Zum Integrated Shipping Services Limited (ZIM) bekanntgegeben. Das Unternehmen will die israelische Reederei übernehmen. Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es in der Mitteilung. Erforderliche Zustimmungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft und der zu beteiligenden Gremien der Vertragspartner stünden noch aus. Zudem sei die Freigabe des Staates Israel aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von Zim erforderlich. Wie teuer ein solcher Erwerb sein könnte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

Energiekontor hat den repowerten Windpark Oederquart in Betrieb genommen und damit den konzerneigenen Bestand um ca. 17 Megawatt auf rund 450 MW ergänzt. Aktuell befinden sich außerdem mehr als 200 MW im Bau, die ebenfalls für den Eigenbestand von Energiekontor vorgesehen sind und diesen zukünftig auf ca. 650 MW erhöhen werden. Davon sollen Wind- und Solarparks mit insgesamt mehr als 120 MW im Geschäftsjahr 2026 und rund 85 MW im Geschäftsjahr 2027 den Betrieb aufnehmen. Das Ausbauziel für den Eigenbestand soll mit der Erreichung weiterer Financial Closes im Geschäftsjahr 2026 weiter gesteigert werden.

Auf Basis vorläufiger Zahlen hat Technotrans in 2025 den Umsatz um 2,5 % gesteigert. Dank einer positiven Entwicklung im Neugeschäft legte die Ebit-Marge auf 7,1 (5,2) % zu. "Im Geschäftsjahr 2025 haben wir unsere Profitabilität deutlich gesteigert und die Strategie Future Ready 2025 erfolgreich abgeschlossen. technotrans ist nun optimal aufgestellt, um das Wachstum im Rahmen unserer neuen Strategie Ready for Growth 2030 zu beschleunigen", sagte CEO Michael Finger.

Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler strebt an die Börse. Das Angebot soll sowohl neue als auch bestehende Aktien der Gesellschaft umfassen, teilte das Unternehmen mit. Eigner ist die Possehl-Gruppe, die nach dem Börsengang mindestens eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft halten will. Gabler erwartet sich einen Nettoemissionserlös von rund 40 Mio. € aus den neuen Aktien. Damit soll die Bilanz gestärkt, das Wachstum angekurbelt und kleinere Zukäufe getätigt werden, wie es hieß. Die Aufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse sei voraussichtlich Anfang März vorgesehen.