Die USA haben ein weiteres Handelsabkommen geschlossen. Nachdem bereits vor einigen Tagen ein Abkommen mit der Europäischen Union wurde zuletzt auch mit Indien eines gemeldet. Die USA senken demnach die Zölle für Waren und Güter aus Indien drastisch. Im Gegenzug will Indien kein russisches Öl mehr kaufen und dafür auf Lieferungen aus den USA und Venezuela umstellen. Allerdings könnte das Abkommen noch scheitern, denn das geförderte Öl aus Venezuela reicht nicht aus, um die Nachfrage aus Indien zu decken. Hierzulande stehen vor allem die Unternehmenskennzahlen im Fokus. Nachdem der DAX gestern zunächst schwächer startete konnte das Ruder doch noch rumgerissen werden. Für heute dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die anlaufende Berichtssaison hierzulande und die bereits auf Hochtouren laufende in den USA richten. Neben den vorläufigen Ergebnissen des Laborzulieferers Sartorius stehen in den USA die Ergebnisse des Bezahldienstleisters PayPal und des Chipkonzerns AMD auf der Agenda. Für einen Umschwung in deutschen Leitindex hatte auch die Erholung bei den Edelmetallen gesorgt. Nach Gewinnmitnahmen zum Ende der vergangenen Woche konnten Gold und Silber ihre Kursverluste zuletzt eingrenzen. Auch an der Wall Street konnten die Leitindizes nach anfänglichen Verlusten ins Plus drehen. Der Dow Jones schloss 1,1 % fester und die Technologiebörse Nasdaq konnte immerhin um 0,6 % zulegen. Der S&P 500 konnte immerhin um 0,5 % gen Norden klettern.
Gewinnmitnahmen bei Rüstungskonzernen drückten zeitweise auf die Kurse von Rheinmetall und Co. Zuvor hatten die Drohungen der USA gegen den Iran die Kurse erneut angetrieben.
Der Kurs von Disney geriet nach den vorgestellten Ergebnissen für das abgelaufene Quartal derweil zeitweise unter Druck. Der Unterhaltungsriese litt im vergangenen Quartal unter hohen Werbeausgaben für Kinofilme. Dennoch konnte im Streamingbereich die Profitabilität einen Höhepunkt erreichen und Kinoerfolge wie "Zootopia 2" gaben Rückenwind. Die Freizeitparks und das florierende Kreuzfahrtgeschäft blieben außerdem ein Stabilitätsanker. Im Auftaktquartal 2025/26 (per Ende Dezember) legte der Umsatz um 5 % auf 25,98 Mrd. $ zu. Unterm Strich stand derweil ein Gewinn von 2,4 (2,6) Mrd. $ in den Büchern.
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius will auch in 2026 weiter wachsen. Der währungsbereinigte Umsatz soll um rund 5 bis 9 % steigen. Hierin sind der jüngste Zukauf des Mikrogewebespezialisten Mattes sowie US-Zölle berücksichtigt. 2025 hat das Unternehmen den Erlös laut vorläufigen Berechnungen zu konstanten Währungen um 7,6 % auf 3,5 Mrd. € gesteigert. Das bereinigte Ebitda stieg auf 1,05 (0,95) Mrd. €. Unter dem Strich schwoll der Gewinn auf 154,9 (84,0) Mio. € an.
Exasol schnitt im Geschäftsjahr 2025 besser ab und die strategische Neuausrichtung konsequent umgesetzt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz stieg um 5,6 % auf 41,8 Mio. € und entsprach damit der Prognose eines Wachstums im mittleren einstelligen
Prozentbereich. Das operative Ebitda belief sich auf 4,1 (2,0) Mio. € und erreichte damit den oberen Rand der Prognose von 3,5 Mio. bis 4,0 Mio. €. Die starke operative Performance wirkte sich deutlich positiv auf das Konzernergebnis aus, das auf 3,1 (0,2) Mio. € stieg.
Der Motorenhersteller Steyr Motors hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer positiven operativen Entwicklung in beiden Geschäftssegmenten Civil und Defense abgeschlossen und die im 4. Quartal 2025 angepassten Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Auf Basis vorläufiger und untestierter Zahlen erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse von 48,5 Mio. €, was einem Wachstum von 16,4 % entspricht. Das Wachstum wurde sowohl durch höhere Absatzmengen bei Motoren als auch durch Zuwächse in den Bereichen Spare Parts und Engineering getragen. Das bereinigte Ebit landete bei 5,8 Mio. €.
Siltronic rechnet auch in 2026 mit einem schwierigen Geschäftsumfeld. 2026 werde von Preisdruck außerhalb von Langfristverträgen sowie von negativen Wechselkurseffekten geprägt sein, hieß es vom Unternehmen. Zudem habe es Lieferverschiebungen von Anfang 2026 ins Schlussquartal 2025 gegeben und die Schließung der Fertigung für bestimmte kleinere Wafer in Burghausen im vergangenen Jahr wird Spuren hinterlassen. Vor diesem Hintergrund traut sich der Waferhersteller noch keine detaillierte Prognose für das neue Jahr zu. 2025 sank der Umsatz des Chipzulieferers um 4,7 % auf 1,35 Mrd. €. Das Ebitda sank um 13 % auf 317 Mio. €.