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DAX pendelt um 15.100er Marke

Schwache Vorgaben von der Wall Street

Der dt. Leitindex beendete den gestrigen Handel mit einem leichten Minus von 0,1 %. Auch heute pendelte der DAX zunächst weiter um die Marke von 15.100 Punkten. Neben den bestehenden beeinflussenden Faktoren, wie die Lage am chinesischen Immobilienmarkt oder der anstehenden Richtungsänderung der Notenbanker, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die beginnende US-Berichtssaison. Nachdem die US-Leitindizes mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet sind, drückten weiter steigende Energiepreise und damit verbundene Inflationsängste letztlich die Stimmung der Anleger. Der Dow Jones, der in der Spitze bis auf 34.951 Punkte zulegte, schloss letztlich mit 34.496 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,64 % und der marktbreite S&P 500 büßte insgesamt 0,69 % ein. Für die Energiepreise ging es hingegen weiter gen Norden. Der Preis für die US-Ölsorte WTI kletterte zu Wochenbeginn zeitweise um mehr als 3 % auf den höchsten Stand seit Ende 2014.

Im September musste der chinesische Automarkt mit einem Auslieferungsrückgang von 17,3 % auf 1,61 Mio. Pkw einen Verlust hinnehmen. Seit einigen Monaten schwächelt die Erholung am wichtigsten Automarkt der Welt – Grund sind unter anderem Engpässe in der Halbleiterbranche. Die Automobilwerte wie VW, BMW oder Daimler mussten nach dieser Entwicklung vorerst Verluste hinnehmen. 

Der Spezialverpackungsspezialist Gerresheimer profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Glasampullen, Spritzen und pharmazeutischen Kunststoffverpackungen. Höhere Kosten für Kunststoffgranulat, Strom und Gas  belasteten hingegen die Gewinnmargen. Der Umsatz legte im 3. Quartal um 9,4 % zu. Das bereinigte Ebitda setzte um 0,2 % zurück. 

Nach ihrer Kapitalerhöhung hat die Lufthansa einen Teil der milliardenschweren Staatshilfen Deutschlands zurückgezahlt. Vor allem die ersten Stillen Einlagen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 1,5 Mrd. € wurden so getilgt. Die zweite Hälfte soll bis Jahresende zurückgezahlt werden.

Gut 9 % seiner Aktien und damit bis zu 3,5 Mio. Papiere will der IT-Dienstleister Cancom am Markt zurückkaufen. Spätestens bis zum 19. Oktober 2022 soll der Aktienrückkauf abgeschlossen sein.

Givaudan setzte in den ersten 9 Monaten mit 5,07 Mrd. CHF rund 5,8 % mehr um. Der Schweizer Duft- und Aromenhersteller profitierte vor allem von der Erholung im Bereich Luxusparfüms. An seinem Ziel eines jährlichen Umsatzplus von 4–5 % auf vergleichbarer Basis hält der Konzern weiterhin fest.  

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