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DAX leicht im Plus

Gute Vorgaben von der Wall Street

Zwar drückte die Furcht vor einer vierten Coronawelle auf die Stimmung an den Börsen. Angesichts neuer Infektionsherde in China und der anhaltenden Verbreitung weltweit halten sich Anleger daher vorerst zurück. Dennoch kletterte drer DAX zur Wochenmitte über 15.600 Punkte. Die Vorgaben aus Übersee hingegen sind zwiespältig. Während die asiatischen Börsen erneute Verluste hinnehmen mussten, konnten die Leitindizes an der Wall Street leichte Gewinne verbuchen. Der S&P 500 erreichte zwischnezeitig sogar einen neuen Höchststand. Positive Geschäftsberichte schoben den Dow Jones auf 35.116 Punkte an und die Technologiebörse Nasdaq rückte 0,6 % vor.

Der Energiekonzern Siemens Energy hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 nach unten korrigiert. Nach Einbußen der spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa erwartet der Konzern nun eie Ebita-Marge vor Sondereffekten zwischen zwei und unter drei Prozent. Bisher wurden 3 bis 5 % in Aussicht gestellt. 

Der Konzernumbau hat die Commerzbank im 2. Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich stan dein Verlust von –527 Mio. €. Im Verlgeichszeitraum verbuchte die Bank noch einen Gewinn in Höhe von 183 Mio. €. 

Die anhaltende wirtschaftliche Erholung im Q2 hat den Autozulieferer Norma wieder in die Gewinnzone fahren lassen. Während der Umsatz um 47,1 % auf 281,7 Mio. € zulegte, kletterte das Ebit auf 36,1 Mio. €. Im vergangenen Jahr fiel hier noch ein Verlust von –25 Mio. € an. 

Zwischen April und Juni hat der japanische Autobauer Toyota seinen Gewinn verfünffacht. Der Umsatz legte um 72,5 % zu. Trotz der positiven Entwicklung verzichtet der Konzern auf einen Ausblick, da weiterhin hohe Unsicherheiten wie die Pandemie, der Chipmangel und gestiegene Materialpreise das weitere Geschäft belasten können. 

Eine hohe Nachfrage nach der Playstation 5 hat dem japanischen Elektronikkonzern Sony im abgelaufenen Quartal einen operativen Gewinn in Höhw von 280,1 Mrd. Yen beschert. 

Einer der weltweit größten Biotech-Konzerne Amgen musste im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinnrückgang von 73 % hinnehmen. Der Umsatz belief sich auf 6,5 Mrd. $. Auch für das 2. Halbjahr rechnet das Management mit einer langsamen Erholung des Geschäfts. 

Medienberichten zufolge erwägt die britische Regierung, die 40 Mrd. $ schwere Übernahme des britischen Chipentwicklers ARM durch Nvidia zu blockieren. Als Grund wurden mögliche Risiken der nationalen Sicherheit genannt. 

Unter Sruck geriet zuletzt der Versicherer Allianz. Zeitweise sackte der Kurs des Unternehmens um bis zu 8 % ab. Nach Klagen und einer Untersuchung der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC hat das US-Justizministerium eine Untersuchung im Zusammenhang mit den sog. Structured Alpha Fonds eingeleitet. Das Management rechnet in diesem Zusammenhang bei der Konzerntochter Allianz Global Investors mit hohen Belastungen.

Bereits kurz nach dem gescheiterten Übernahmeversuch des Immobilienkonzerns Vonovia für den Konkurrenten Dt. Wohnen unternimmt der Konzern einen neuen Versuch. Das Angebot wird auf 53 € erhöht. Damit wird die Dt. Wohnen mit 19 Mrd. € bewertet. 

Nach einer anhaltenden Erholung im Q3 wird der Auto- und Industriezulieferer Stabilus optimistischer für das laufende Jahr 2020/21. Der Umsatz soll sich nun zwischen 930 und 950 Mio. € einfinden. Bisher wurden mindestens 900 Mio. € in Aussicht gestellt. 

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