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Erneuter Rückschlag für AstraZeneca

London – Der britische Pharmakonzern musste einen weiteren Forschungsrückschlag verbuchen: Das Unternehmen stellte eine entscheidende klinische Studie der Phase-III mit dem Wirkstoff Volrustomig zur Behandlung von Lungenkrebs ein. Ein unabhängiges Kontrollkomitee sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kombinationstherapie mit einer Chemotherapie ihre Hauptziele voraussichtlich nicht erreichen werde, hieß es vom Management.

Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die AstraZeneca zuletzt verzeichnen musste. Bereits das Herzmedikament Wainua war in einer späten Studienphase gescheitert. Zudem verweigerten die US-Behörden dem Brustkrebsmittel Camizestrant wegen des Studiendesigns die Zulassung, und auch das Medikament Ultomiris verfehlte bei einer seltenen Krankheit die Ziele. AstraZeneca hält dennoch an seiner Prognose fest, den Jahresumsatz bis 2030 auf 80 Mrd. $ zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Konzern auf die erfolgreiche Markteinführung von bis zu 20 neuen Medikamenten angewiesen.

„Wir sind zwar enttäuscht, werden aber aus dieser Studie lernen“, erklärte die Forschungs- und Entwicklungschefin für Onkologie, Susan Galbraith. Andere Phase-III-Studien mit Volrustomig, einem Antikörper, der das Immunsystem beim Angriff auf Tumore unterstützen soll, werden dem Konzern zufolge wie geplant fortgesetzt. Dies betrifft unter anderem Tests bei Gebärmutterhalskrebs. 

Dass AstraZeneca eine weiter Studie abbrechen musst, kam erwartungsgemäß nicht gut an. Langfristig hat der Konzern jedoch noch einige Kandidaten in der Pipeline. Hier legen spekulative Anleger nochmal nach; (A–).