Der Chemiekonzern Evonik verschärft angesichts der Branchenkrise sein Sparprogramm und baut Tausende von Stellen ab. Insgesamt sollen bis Ende 2029 rund 3.200 Arbeitsplätze wegfallen, 2.150 davon in Deutschland, kündigte der Essener Konzern an. Zudem treibt Evonik seinen Umbau voran und steigt 2027 aus dem verlustreichen Polyester-Geschäft aus. Hier werden zusätzlich rund 350 Arbeitsplätze gestrichen. Der Stellenabbau solle sozialverträglich geschehen. "Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", begründete Konzernchef Christian Kullmann die Pläne. "Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter", hieß es.
Evonik will mit aktuell laufenden Sparprogrammen bereits rund 2.800 Arbeitsplätze abbauen. Geschäfte mit rund 3.500 Beschäftigten an den Standorten Marl und Wesseling wurden zudem im Rahmen des Umbaus abgetrennt und in eine Syneqt genannte 100-prozentige Tochter überführt. Diese könnte verkauft werden.
Der Evonik-Kurs setzt gerade wieder zu einer ersten Erholung an. Spekulative Anleger behalten den Wert auf der Watchlist; (A–).