Evotec kommt bei seinem Umbau zwar weiter voran, passt aber seine mittelfristigen Ziele leicht an. Der Wirkstoffentwickler wollte ursprünglich bis 2030 beim Umsatz die 1 Mrd. €-Marke überspringen – rechnet nun aber „nur noch“ mit „rund 1 Mrd. €“. Die bereinigte Ebitda-Marge soll bis dahin bei über 20 % landen – ursprünglich sollte das Ziel bereits 2028 erreicht werden. Die Hamburger wollen ihr Betriebsmodell grundlegend neu ausrichten und ihre Kernkompetenzen in sogenannten Exzellenzzentren bündeln. Um zu sparen, macht Evotec vier Werke dicht und baut bis zu 800 Stellen ab. Drei der Standortschließungen sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, die vierte dann im 1. Quartal 2027.
In den ersten 9 Monaten verlor der Umsatz auf 465,0 (535,1) Mio. €. Der bereinigte Ebitda-Verlust wurde auf –44,3 (–16,9) Mio. € ausgeweitete. Auch unterm Strich rutschte das Biotech-Unternehmen mit –195,3 (–118,1) Mio. € tiefer in die Verlustzone. Die zuletzt gesenkten Ziele hat der Konzern indes bestätigt: Bei einem Erlöserückgang auf 570 bis 610 (788,4) Mio. € wird für das laufende Jahr mit einem bereinigten Ebitda von –70 bis –105 (41,1) Mio. € gerechnet.
Auch wenn Evotec immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt wird, wartet man konkrete Angebote ab; (B).