Der österreichische Technologiekonzern und IoT-Spezialist Kontron litt in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres unter hohen Lagerbeständen von Speicherchips gelitten. Der Umsatz ging von Januar bis September mit 1,1 Mrd. € um knapp 2 % zurück. Der Personalabbau im Rahmen des Umbaus im Geschäft mit Umwelttechnologie drückte das Ebitda auf 125,9 (193,6) Mio. €. Im vergangenen Jahr hatten Sondererträge aus der Entkonsolidierung des COM-Geschäfts die Ergebnisse noch angeschoben. Auch auf die Aktionäre entfiel mit 52,7 (110,8) Mio. € weniger Gewinn. Der Umbau im Geschäft mit der Umwelttechnologie sei wie geplant abgeschlossen worden, teilte Kontron mit. Das Programm sah auch den Abbau von 500 Stellen vor. Erste positive Effekte habe es bereits im 3. Jahresviertel gegeben, hieß es. Die Einsparungen von jährlich mehr als 30 Mio. € sollen ab 2027 vollständig sichtbar werden.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand weiterhin einen Umsatz auf Vorjahresniveau (2025: 1,6 Mrd. €). Das Ebitda soll sich bei rund 200 (237,4) Mio. € einfinden. Aufgrund von Vergleichsgesprächen mit VW, der trotz eines bindenden Auftrags die vereinbarten Stückzahlen nicht abnimmt, könnte sich ein Abwertungsbedarf in der Bewertung von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von bis zu 25 Mio. € ergeben, teilte der Konzern mit. Auf das Ebitda dürfte diese aber keinen Einfluss haben. In den nächsten Jahren rechnet das Management aufgrund der Synergieeffekte mit dem Großaktionär Ennoconn und den Einsparungen bei Greentec einen zusätzlichen Ergebnisbetrag von 70 Mio. € jährlich. Die taiwanesische Foxconn-Tochter Ennoconn Corporation hält nach Abschluss ihres Pflichtangebots im August gut 48 % der Anteile.
Die Ergebnisse enttäuschten am Markt – die Kursdelle sitzt man aber langfristig aus; (B+).