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EZB tritt weiter aufs Gaspedal

schwache Vorgaben von der Wall Street

Nachdem US-Präsident Joe Biden bisher für immer neue positive Impulse an der Wall Street sorgte, haben seine Pläne, die Kapitalertragssteuer für reiche Amerikaner zu verdoppeln, die Stimmung getrübt. Die Leitindizes an der Wall Street drehten ins Minus und der Dow Jones gab 0,9 % nach. Der S&P 500 verlor rund 1 % und die Technologiebörse Nasdaq büßte sogar 1,2 % ein. Damit sind auch die Vorgaben für den dt. Leitindex zu Wochenschluss eher verhalten. Zuletzt nutzten jedoch einige Anleger die jüngsten Kursrücksetzer für Zukäufe und der DAX kletterte wieder über 15.300 Zähler. Unterstützung erhält der DAX indes von der EZB. Auf der gestrigen Sitzung bekräftigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, ihren bisherigen Kurs auch weiter beibehalten zu wollen. 

Thyssenkrupp hat einen weiteren Großauftrag für den Bau einer Anlage für grünen Wasserstoff erhalten. In Louisiana soll der Konzern eine 20 MW-Wasserstoffelektrolyseanlage bauen. Der Produktionsstart ist für 2023 vorgesehen.

Für leichte Kursgewinne sorgte die Ankündigung von Evonik bei dem Ausbau der Produktion von Lipiden schneller vorangekommen zu sein als zunächst angenommen. Die Anlagen in Hanau seien bereits aufgebaut und die ersten Lipide werden bereits ausgeliefert. Der Essener Konzern beliefert den Biotech-Konzern BioNTech mit Lipiden für seinen Coronaimpfstoff. Geplant war die Herstellung erst für das zweite Halbjahr. 

Der Maschinen- und Anlagenabuer Gea erwartet nach dem Sommer deutlich bessere Geschäfte. "Wir gehen davon aus, dass die Geschäftsdynamik wieder anzieht ab dem dritten Quartal, wenn ide Pandemie dann weitgehend überwunden ist", so CEO Stefan Klebert in einem Interview. Der Konzern rechnet dann auch mit einem Nachholeffekt.

Kräftig bergauf ging es zeitweise für die Titel des Rüstungselektronikherstellers Hensoldt. Der US-Finanzinvestor KKR will sich voraussichtlich von 25,1 % seiner Beteiligungen trennen. Es werden bereits Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt, darunter Indra, Leonardo, Saab und Thales.

Der Personaldienstleister Amadeus Fire ist mit einem Umsatzplus von 15 % ins neue Jahr gestartet. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr die Coronapandemie zu spüren bekam, verbesserte sich das operative Ergebnis in den ersten 3 Monaten um satte 39 %.   

Der US-Telekomkonzern Verizon konnte im Q1 ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus verzeichnen. Dennoch bekam der Konzern auch den Konkurrenzkampf mit T-Mobile US und AT&T zu spüren. Verizon verlor 170.000 Mobilfunkvertragskunden und verfehlte damit die Markterwartungen. 

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