New York – Laut einer vorläufigen Vereinbarung will der US-amerikanische Autoriese mit der Gewerkschaft Unifor 1,1 Mrd. CAD in den kanadischen Automobilsektor investieren – trotz der nach wie vor laufenden Zoll-Konflikten zwischen den USA und seinem Nachbarn. Ein Teil des Geldes soll in die Montage eines schweren Pickups in einem Werk in Ontario fließen. Die Investition kommt zu einer Zeit, in der die kanadische Automobilindustrie mit US-Zöllen von 25 % zu kämpfen hat. US-Präsident Donald Trump hat zudem gedroht, diese zum 1. Januar 2027 auf 50 % zu verdoppeln. Die Vereinbarung muss noch von den rund 4.600 Gewerkschaftsmitgliedern gebilligt werden.
Dem Bericht zufolge plant GM, 144 Mio. CAD für die Produktion der nächsten Generation des schweren Pickups GMC Sierra in einem Werk in Oshawa zu investieren. Zudem sicherte der Konzern zu, ein zweites Montagewerk in Ingersoll, Ontario, vorerst nicht zu verkaufen oder zu schließen. Das Schicksal der kanadischen Automobilwerke ist zu einem zentralen Thema in den festgefahrenen Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada geworden. Die Regierung in Ottawa hat erklärt, dass sie keinem Handelsabkommen mit den USA zustimmen könne, das nicht das Überleben einer starken kanadischen Automobil- und Zulieferindustrie sichert.
GM kann sich trotz angespannter Marktlage weiterhin behaupten. Wer hier bereits investiert ist, fährt vorerst weiter mit; (B+).