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Home Depot kämpft weiter mit angespannter Lage

New York – Die weltgrößte Baumarktkette hat im 1. Quartal erneut die Zurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen. Der Umsatz legte in den 3 Monaten bis zum 3. Mai zwar um 4,8 % auf knapp 41,8 Mrd. $. Auf vergleichbarer Basis seien die Erlöse aber nur um 0,6 % gewachsen. Unter dem Strich fiel bei Home Depot im Auftaktquartal der Gewinn um 4,2 % auf knapp 3,3 Mrd. $. „Unsere Ergebnisse für das 1. Quartal entsprachen unseren Erwartungen“, so Unternehmenschef Ted Decker. Die Nachfrage habe sich ähnlich entwickelt wie im vergangenen Geschäftsjahr. Seit Längerem bremsen vor allem die hohen Kreditkosten die Ausgaben für Renovierungs- und Modernisierungsprojekte. Die Kunden „schieben größere Projekte weiterhin auf“, so Finanzvorstand Richard McPhail. 

Derweil hat Home Depot Anträge auf Zollrückerstattungen gestellt. Bislang habe das Unternehmen einen „unwesentlichen“ Betrag erhalten, so McPhail. Der Konzern gehe nicht davon aus, dass die Rückzahlungen einen „Nettovorteil“ bringen werden. Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten hatte viele von US-Präsident Donald Trumps Zöllen für unrechtmäßig erklärt. Unternehmen können erhobene Zölle auf Importe in die USA zuzüglich Zinsen nun zurückfordern. Für das lfd. Geschäftsjahr peilen die US-Amerikaner weiterhin ein Umsatzplus von 2,5 bis 4,5 % an. Dabei sollen die Erlöse auf vergleichbarer Basis im besten Fall um 2 % wachsen, im ungünstigsten Fall stagnieren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll um bis zu 4 % zulegen, kann aber auch beim Vorjahreswert von 14,69 $ je Aktie herauskommen.

Trotz eines weiterhin angespannten Marktumfeldes scheinen bei Home Depot erste Schnäppchenjäger bereits wieder erste vorsichtige Positionen aufzubauen. Allerdings ist dann Durchhaltevermögen notwenig; (B+).