New York – Der US-Softwarekonzern hat einen neuen Plan vorgestellt, mit dem Gemeinden an Standorten seiner riesigen Rechenzentren für das Training von KI-Modellen unterstützt werden sollen. Der Technologiesektor unternimmt damit einen erneuten Versuch, die öffentliche Zustimmung für Infrastrukturprojekte zu gewinnen. Viele Wähler befürchten, dass dadurch die Strompreise in die Höhe getrieben werden könnten.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bereits auf der Plattform Truth Social angekündigt, der Software-Riese werde "ab dieser Woche größere Änderungen vornehmen, um sicherzustellen, dass die Amerikaner nicht die Zeche für seinen Stromverbrauch begleichen".
Microsoft hat sich nun dazu verpflichtet, ausreichend hohe Stromtarife zu zahlen, um die Stromkosten der Rechenzentren vollständig zu decken. Damit soll verhindert werden, dass diese Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden. Zudem sieht das Vorhaben vor, lokal mehr Wasser zurückzugeben als entnommen wird und den vollen Grundsteuersatz zu entrichten. Viele dieser Zusagen bauen auf bestehenden Praktiken an einzelnen Standorten auf, die der Software-Konzern nun auf sein gesamtes Portfolio ausweitet. "Die Branche hat in der ersten Hälfte des Jahrzehnts auf eine Weise agiert, die für die zweite Hälfte nicht mehr angemessen ist", so Microsoft-President Brad Smith.
Das Unternehmen und Wettbewerber wie Meta Platforms, Amazon.com und Google haben als Reaktion auf den Widerstand von Verbrauchern und politischen Druck ähnliche Maßnahmen ergriffen. Viele Führungskräfte in der Technologiebranche befürchten, dass dieser Gegenwind den Bau kritischer Infrastruktur verzögern könnte. Dies würde den Sektor im Wettbewerb mit Rivalen in China und anderen Ländern zurückwerfen.
Der Widerstand gegen Rechenzentren ist nur ein Teil des Problems. Viele Verbraucher sorgen sich zudem darüber, dass Künstliche Intelligenz zum Verlust von Arbeitsplätzen führen und Kindern, wenn sie im Internet unterwegs sind, schaden könnte. Diese Befürchtungen haben die KI-Industrie im Vorfeld der Zwischenwahlen dazu veranlasst, politisch aktiver zu werden.
Microsoft ist nicht zu stoppen. Hier gibt man keine Stücke aus der Hand! (B+).