Zürich – Der Schweizer Lebensmittelgigant prüft nach der temporären Zwangsverwaltung seiner russischen Tochtergesellschaft durch den Oligarchen-Staat weitere Schritte. Konkret hieß es von Nestlé, man nehme das Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Kenntnis und bewerte die Situation. Der Konzern werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Rechte zu schützen und den Fortbetrieb im Interesse der Mitarbeiter zu sichern. Russlands Präsident Putin hatte zuletzt die russischen Vermögenswerte von Nestlé unter temporäre staatliche Verwaltung gestellt. Die Vermögenswerte sind ersten Informationen zufolge an die Gesellschaft L.E.V. Management zur vorübergehenden Verwaltung übertragen worden, hieß es in dem Erlass.
Die Schweizer waren nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2022 in Russland präsent geblieben, haben jedoch begonnen, ihre Aktivitäten dort zurückzufahren. Laut dem Geschäftsbericht für 2025 gab es zueletzt noch sechs Fabriken in Russland.
Eine mögliche Enteignung der russischen Aktivitäten wurde vom Markt erwartungsgemäß kritische betrachtet. Die Nestlé-Aktie korrigierte entsprechend. Allerdings sollte man nicht in Panik verfallen und zunächst die weiteren Schritte abwarten; (B+).