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Neue Rekorde an der Wall Street

DAX schwächer

Die Milliardengewinne der Tech-Giganten Facebook, Apple und Amazon gaben der Wall Street zuletzt Rückenwind. Die besonders gut ausgefallenen Quartalszahlen schoben den S&P 500 auf über 4.200 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,2 % auf 14.082 Zähler und der Dow Jones eroberte die Marke von 34.000 Punkte zurück. Zudem versprach US-Präsident Joe Biden in einer Rede das höchste Wirtschaftswachstum "seit fast vier Jahrzehnten". Dabei warb der Präsident für sein 2 Bill. $ schweres Infrastrukturpaket mit dem Namen "Amerikanischer Job-Plan". Biden will das Land damit modernisieren und Millionen gutbezahlte Jobs schaffen. Hierzulande bremste der anhaltende Chipmangel die Automobilbranche und damit auch den dt. Leitindex. Dieser rutschte zuletzt unter die Marke von 15.200 Punkten.

Nach einem Umsatzplus von 14 % zum Jahresauftakt hob der Chemiekonzern Wacker Chemie seinen Ausblick für das Gesamtjahr an. Statt des bisher anvisierten Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich wird nun ein Plus im niedrigen zweistelligen Bereich erwartet. 

Der in die Kritik geratene Leasingspezialist Grenke rechnet aufgrund der Pandemie und der laufenden Sonderprüfung mit einer Gewinnbelastung im laufendne Jahr. Für 2021 rechnet der Vorstand mit einem Nettogewinn von 50 bis 70 Mio. €. Das ist weniger als nach ersten Berechnungen im vergangenen Jahr, wo 79,9 Mio. € erzielt wurden.

Der Biotechnologie-Konzern BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben angekündigt in Kürze die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren in der EU zu beantragen. Die Unternehmen teilten mit, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren eine 100 %ige Wirksamkeit gezeigt habe. 

Der Pharmakonzern Moderna hat angekündigt, die Produktion des Corona-Vakzins zu erhöhen. In 2021 sollen bis zu 1 Mrd. Impfdosen ausgeliefert werden. Im kommenden Jahr sollen es bis zu 3 Mrd. werden. 

Die Ankündigung des Autobauers Ford setzte die Kurse von VWDaimler und BMW unter Druck. Aufgrund des anhaltenden Chipmangels rechnet Ford im 2. Quartal mit einem Produktionsrückgang von bis zu 50 %. 

Trotz pandemiebedingter Einschränkungen ist der Optiker-Konzern Fielmann im Q1 gewachsen. Dank der Übernahme der spanischen Kette Optica & Audiologia Universitaria wuchs der Umsatz um 8 % auf 382 Mio. €. Der Gewinn konnte mit 28,5 Mio. € mehr als verdoppelt werden.

Die hohe Nachfrage nach Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken sorgte beim Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk in den ersten 3 Monaten für einen Gewinn von 82,8 Mio. €. Im Vergleichszeitraum hatte der SDAX-Konzern noch einen Verlsut in Höhe von –6,7 Mio. € ausgewiesen.

Dank eines positiven Jahresauftakts wird der Vorstand des Schmierstoffherstellers Fuchs Petroluboptimitischer für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll sich zwischen 2,7 und 2,8 Mrd. € einfinden. Bisher wurde das Vorkrisen-Niveau von 2,6 Mrd. € anvisiert. 

Facebook konnte ebenfalls ein kräftiges Umsatzplus von 48 % verzeichnen. Der Gewinn sprang von 4,9 auf 9,5 Mrd. $. Auch die Nutzerzahlen stiegen innerhalb von 3 Monaten auf 2,85 Mrd. 

Enttäuscht zeigten sich Anleger hingegen von dem Ausblick des Internet-Händlers Ebay. Für das 2. Quartal rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 0,91 bis 0,96 $ und verfehlte damit klar die Analystenerwartungen, die von 1,02 $ erwartet hatten. 

Der Chemiekonzern BASF wird dank einer gestiegenen Nachfrage und höherer Preise optimistischer für das Gesamtjahr. CEO Martin Brudermüller erwartet einen Umsatzanstieg auf 68 bis 71 Mrd. €. Bisher wurden 61–64 Mrd. € anvisiert. Das bereinigte operative Ergebnis soll sich zwischen 5,0 und 5,8 (bisher 4,1 bis 5,0) Mrd. € einfinden.

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