Auch zu den Ostertagen haben noch einige Unternehmen ihre Bücher geöffnet. Auch wenn viele positive Meldungen im Sog des Nahost-Konflikts untergingen, hatte der eine oder andere Small- bzw. Midcap positive Nachrichten im Gepäck. Der ES hat die Meldungen im Ticker-Format für Sie zusammengefasst.
Softing sieht rot; (B):
Das Softwareunternehmen musste 2025 einen Umsatzrücksetzer auf 84,9 (95,1) Mio. € hinnehmen, und hat damit auch die eigenen Ziele von 90,0 Mio. € verfehlt. Umsatzverschiebungen drückten das Ebit zudem auf –5,5 (0,5) Mio. €. Unterm Strich weitete das Unternehmen den Verlust auf –5,4 (–1,6) Mio. € aus. Für 2026 stellt der Vorstand Erlöse zwischen 80 und 85 Mio. € sowie ein Ebit von –0,5 bis +0,5 Mio. € in Aussicht.
H&R schreibt Verlust; (B+):
Die allgmeine Marktschwäche hat auch der Spezialchemiekonzern im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Mit 1,24 (1,34) Mrd. € setzte das Unternehmen weniger um. Sonderabschreibungen drückten das Ebit mit –14,4 (31,9) Mio. € in die Verlustzone. Auf die Aktionäre entfiel ein Verlust in Höhe von –38,8 Mio. €, nach 10,4 Mio. € im Vorjahr. Auch für das laufende Jahr bleibt das Management vorsichtig, erwartet aber eine Erholung. Der Umsatz soll sich in der Spanne von 1,3 bis 1,5
Mrd. € einfinden. Das Ebitda wird derweil zwischen 85 und 100 Mio. € anvisiert.
Westwing schafft Turnaround; (B):
Mit einem leichten Umsatzwachstum auf 449 (444) Mio. € beendet der Online-Möbelhändler das Geschäftsjahr 2025. Das bereinigte Ebitda fuhr deutlicher auf 44 (24) Mio. € vor und unterm Strich gelang dem Unternehmen mit 29,1 (–5,0) Mio. € der Turnaround. Für 2026 rechnet der Vorstand mit Erlösen zwischen 470 und 495 Mio. € sowie einem bereinigten Ebitda von 36 bis 48 Mio. €.
artec technologies investiert in KI; (B–):
Das Softwareunternehmen setzte im abgelaufenen Jahr vorläufig mit 3,2 Mio. € insgesamt 30 % mehr um. Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz drückten indes das Ebitda auf 0,57 (0,62) Mio. € gen Süden. Gemeinsam mit dem Geschäftsbericht am 30. April wird auch eine konkrete Prognose für das laufende Jahr erwartet – das Management hat jedoch schon bekannt gegeben, dass es mit weiterem Erlösewachstum rechnet.
Zeal Networks bleibt optimistisch; (B+):
Trotz eines verhaltenem Jackpot-Umfelds konnte der Glücksspielkonzern dank einer steigenden Zahl der monatlichen Lotteriekunden in 2025 mit 218,5 (188,2) Mio. € mehr umsetzen. Das Ebitda kletterte auf 68,8 (61,9) Mio. €, unterm Strich stand jedoch ein geringerer Gewinn von 41,7 (59,4) Mio. € in den Büchern. Grund für den Rückgang sind höhere Steueraufwendungen. Nichtsdestotrotz sollen die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 1,40 € erhalten (HV: 20. Mai). Für 2024 wurden 1,30 € Basis- und 1,10€ Sonderdividende ausgeschüttet. In 2026 sollen die Erlöse auf 250 bis 260 Mio. € und das Ebitda auf 70 bis 75 Mio. € klettern.
Cyan erwartet weiteres Wachstum; (B):
Zwar veröffentlicht der IT-Dienstleister seine Ergebnisse erst am 13. Mai, einen vorläufige Zahlen hat das Unternehmen jedoch bereits bekanntgegeben. So soll der Umsatz auf 9,2 (7,1) Mio. € angewachsen sein. Das Ebitda dürfte in der prognostizierten Spanne von 0,75 bis 0,85 Mio. € landen. In 2026 will Cyan den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen. Daher stehen auf Jahressicht Erlöse von 10,2 bis 11,5 Mio. € auf dem Kurszettel. Das Ebitda soll ebenfalls im positiven Bereich landen.
Uzin Utz hält Dividende stabil; (B):
Mit einem Rekordumsatz von 505,1 (476,0) Mio. € beendete der Bodenbelaghersteller das Geschäftsjahr 2025. Negative Währungseffekte und ein höherer Personalaufwand drückten jedoch das Ebit auf 40,4 (42,8) Mio. €. Nach Steuern stand mit 26,5 (29,5) Mio. € ebenfalls weniger in den Büchern. Nichtsdestotrotz sollen die Aktionäre auf der HV am 13. Mai eine stabile Dividende in Höhe von 1,90 € je Aktie erhalten. Zudem hat der Konzern seine neue GROW BIGGER-Strategie vorgestellt. Bis 2030 soll der Umsatz jährlich um 8 bis 12 % zulegen. Die Ebit-Marge soll auf über 10 (8) % klettern.
Dt. Euroshop kürzt Ausschüttung; (B):
Der Shoppingcenter-Investor setzte im vergangenen Jahr mit 270,4 (271,4) Mio. € etwas weniger um. Auch das Ebit verlor auf 214,4 (216,3) Mio. €. Aufwertungen des Immobilienbestands sorgten indes für einen Anstieg des Gewinns auf 215,1 (123,5) Mio. €. Die Anteilseigner sollen eine Dividende in Höhe von 1,00 (2,65) € je Aktie erhalten (HV: 18. Juni). Im vergangenen Jahr wurden den Aktionären zunächst ebenfalls 1,00 € je Aktie vorgeschlagen – zusätzliche Mittel durch Ausgabe einer Anleihe sowie eienr Erholung der Nachfrage hatten für den abgeänderten Vorschlag gesorgt. 2026 sollen 269 bis 277 Mio. € umgesetzt werden. Das Ebit wird in einer Spanne von 211 bis 219 Mio. € anvisiert.
Delignit verdient mehr; (B+):
Auch wenn der Umsatz des Anbieters von holzbasierten Systemlösungen in 2025 leicht auf 64,5 (65,1) Mio. € nachgab, kletterte das Ebitda auf 5,2 (3,8) Mio. €. Während der Automotive-Markt weiterhin schwächelte, zeigte das aufgelegt Kostensenkungsprogramm Wirkung. Auch unterm Strich stand mit 1,95 (1,11) Mio. € mehr in den Büchern. Der HV am 18. Juni soll eine Dividende von 0,08 (0,05) € je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2026 werden Erlöse von rund 66 Mio. € erwartet. Die Ebitda-Marge soll zwischen 7 und 8 (8) % landen.
Daldrup & Söhne liefert erste Ergebnisse; (B+):
Mit einer vorläufigen Gesamtleistung von 50,8 (54,6) Mio. € blieb der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist nicht nur hinter dem Vorjahreswert zuück, sondern verfehlte auch die Prognose von 52 Mio. €. Das Ebit wird indes bei rund 8,8 (6,9) Mio. € landen (Bericht: 29. Mai).
Edag weitet Verlust aus; (B):
Eine verzögerte Auftragsvergabe im Zuge der Marktunsicherheit in der Automobilindustrie sorgte bei der Industrieholding für einen Umsatzrückgang von 13 % auf 714,0 Mio. €. Das berienigte Ebit rutschte mit –12,9 (31,1) Mio. € in die Verlustzone und auch der Jahresfehlbetrag wurde auf –43,7 (–14,4)
Mio. € ausgeweitet. Für das angelaufene Geschäftsjahr bleibt der Vorstand derweil vorsichtig und rechnet mit +/–5 % beim Umsatz.
Knaus Tabbert tiefrot; (B):
Im laufenden Jahr will der Wohnmobilhersteller die beschlossenen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung konsequent umsetzen und wieder besser abschneiden. In 2025 sank der Umsatz auf 1,00 (1,08) Mrd. € während das bereinigte Ebitda auf 27,3 (28,4) Mio. € nachgab. Letzlich verharrte der Konzern mit einem Konzernfehlbetrag von –36,9 (–48,0) Mio. € weiterhin in der Verlustzone. 2026 werden die Erlöse voraussichtlich auf rund 950 Mio. € nachgeben wohingegen die bereinigte Ebitda-Marge auf 5 bis 7 (2,7) % zulegen dürfte.