Hapag-Lloyd hat bei der geplanten Übernahme der Reederei ZIM Zugeständnisse an Israel eingeräumt. Und während die Berichtssaison für das 2. Quartal im Grunde beendet ist, hat der Labordienstleister Stratec noch seine endgültigen Ergebnisse für das 2. Quartal vorgestellt. Zudem hat Nordex einen weiteren Auftrag eingesammelt.
Hapag-Lloyd macht Zugeständnisse; (B+):
Bei der geplanten Übernahme der israelischen Reederei ZIM haben die Hamburger aufgrund von Bedenken aus Israel Zugeständnisse gemacht. Im Februar hatte der Konzern angekündigt, ZIM Integrated Shipping Services für 4,2 Mrd. $ in bar übernehmen zu wollen. Der nun überarbeitete Vorschlag soll Israel den Zugang zu wichtigen Schifffahrtsrouten ermöglichen. Zudem sollen mit Hilfe einer sogenannten „Goldenen Aktie“ der Regierung besondere Eigentumsrechte an ZIM eingeräumt werden. Die Meldeschwelle für den Verkauf von ZIM-Aktien an ausländische Investoren soll von 24 auf 10 % gesenkt werden und der israelische Private-Equity-Fonds EIMI soll einen aus ZIM ausgegliederten Geschäftsbereich mit 16 Schiffen erwerben. Mit dem Zukauf würde Hapag-Lloyd zur weltweiten Nummer fünf aufsteigen.
Stratec bestätigt Ziele; (B+):
Im 2. Quartal verbuchte der Labordienstleister eine deutlich verbesserte Geschäftsdynamik und konnte teils deutliches Wachstum verbuchen. Während der Umsatz auf 59,1 (58,2) Mio. € kletterte, sprang das bereinigte Ebit auf 7,04 (3,12) Mio. € an. Der bereinigte Konzerngewinn hat sich auf 5,22 Mio. € mehr als verdoppelt, nach 1,82 Mio. € im Vergleichszeitraum. Hier machte sich vor allem die gesteigerte Profitabilität bemerkbar. Für 2026 wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte Ebit-Marge auf Vorjahresniveau erwartet. In 2025 erlöste das Unternehmen 250,86 Mio. € und erreichte eine bereinigte Ebit-Marge von 10 %.
Nordex erhält Auftrag; (A–):
Der Windturbinenbauer hat eine Bestellung von der EEF Erneuerbare Energien Fabrik GmbH in Hessen erhalten. Für den Windpark Rauschenberg in Hessen liefert und errichtet der Konzern ab Ende 2027 fünf Turbinen des Typs N175/6.X. Teil des Auftrags ist zudem ein Premium-Servicevertrag über 20 Jahre. Die Anlagen werden im Rahmen eines Repowering-Projekts mit einer Nabenhöhe von 199 Metern installiert und sollen fünf bestehende ältere Windenergieanlagen ersetzen. Erst im März 2026 hatte Nordex einen ersten Auftrag für die Lieferung von drei N175/6.X-Turbinen mit einer Nabenhöhe von 199 Metern für ein Projekt in Nordrhein-Westfalen erhalten.