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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Während Hochtief positive Ergebniseffekte durch eine Komplettübernahme der Tochter Cimic erwartet, hat BayWa neuen Spielraum für die laufende Sanierung erhalten. Hermle hingegen meldete eine starke Nachfrage aus der Chipindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt und dem Verteidigungssektor für die ersten 5 Monate. 

Hochtief erwartet positiven Ergebniseffekt; (B+):

Die australische Hochtief-Tochter Cimic hat den Bergbaudienstleister Thiess Group Holdings wieder komplett übernommen. Cimic habe Thiess-Aktien für 1,18 Mrd. AUD von Fonds, die von Elliott Advisors beraten werden, erworben und damit alle noch ausstehenden Anteilsscheine. Dies dürfte „einen leicht positiven Effekt“ auf den operativen Konzerngewinn von Hochtief im laufenden Geschäftsjahr haben. Konkrete Angaben wurden jedoch noch nicht gemacht. Cimic hatte vor fünf Jahren die Hälfte der Thiess-Anteile an Elliott Advisors veräußert, allerdings wurde damals eine bis Ende 2026 laufende Rückverkaufsoption vereinbart.

Hermle setzt Wachstum fort; (B+):

Der Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialist profitierte in den ersten 5 Monaten von einer wachsenden Nachfrage aus der Chipindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie dem Verteidigungsbereich. Zudem entwickelte sich das US-Geschäft weiterhin stark. Der Auftragseingang legte um 22,6 % auf 236,9 Mio. € zu. Im Orderbuch lagen per 31. Mai konzernweit 133,2 (113,4) Mio. €. Der Umsatz nahm in den ersten fünf Monaten 2026 um 8,9 % auf 194,4 Mio. € zu.

BayWa bekommt neuen Spielraum; (C):

Statt bis 2028 bekommt das Unternehmen mit dem neuen Sanierungskonzept bis Ende 2030 Zeit, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Das bisherige Konzept war gescheitert, weil die Geschäfte der Wind- und Solarpark-Tochter BayWa r.e. schlechter laufen als geplant. Ihr Verkauf sollte eigentlich 1,7 Mrd. € zur Entschuldung beitragen. Stattdessen machen nun die Banken bei den Krediten Zugeständnisse und verlängern die Laufzeit bis 2030. Bedingung ist aber, dass die beiden Großaktionäre, die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und die österreichische Raiffeisen Agrar Invest, ihre Anteile von zusammen 67,1 % an einen Treuhänder abgeben. Sie bekommen sie nur dann zurück, wenn sie bei einer Kapitalerhöhung 2029 zusammen mindestens 220 Mio. € Eigenkapital nachschießen. Die Banken stellen im Gegenzug 700 Mio. € nachrangig. Weitere 900 Mio. € bekommen die Gläubiger nur insoweit zurück, als der Verkauf der BayWa r.e. diese Summe einbringt. Die Tochter gehört zu 51 % der BayWa AG und zu 49 % dem schweizerischen Investor Energy Infrastructure Partner (EIP). Die Anteile beider Unternehmen sollen nun auf einen Sanierungsgesellschafter übertragen werden, der den Verkauf des Unternehmens organisiert. Mit dem Schritt bekommt die BayWa die Tochter aus der eigenen Bilanz.