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@novartis/GettyImages

Novartis sichert sich mRNA-Deal

Zürich – Nach dem Abbruch eines neurologischen Entwicklungsprojekts richtet sich der Blick des Schweizer Pharmakonzerns auf die Fortschritte in anderen Bereichen der klinischen Pipeline sowie auf wichtige regulatorische Weichenstellungen. So baut der Konzern über ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Abogen Biosciences sein Portfolio von RNA-basierten Therapien aus. Im Mittelpunkt steht ABO2203, ein neuartiger Wirkstoff zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, wie aus einer Mitteilung von Abogen vom Freitag hervorgeht.

Für Novartis beinhaltet die Vereinbarung eine weltweite exklusive Lizenz für ABO2203 sowie Optionen auf weitere Wirkstoffprogramme, die auf Abogens RNA-Plattform basieren. Im Gegenzug erhält Abogen zunächst eine Vorauszahlung von 575 Mio. $.
Werden alle vereinbarten Optionen für die weiteren Programme ausgeübt und die jeweiligen Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerziellen Meilensteine erreicht, könnten bis zu 7,2 Mrd. $ an Meilensteinzahlungen hinzukommen. Zusätzlich hat Abogen Anspruch auf mögliche Lizenzgebühren auf zukünftige Produktumsätze.

Der Wirkstoff ABO2203 nutzt mRNA, damit der Körper selbst ein Molekül produziert, das gezielt B-Zellen angreift und beseitigt, die bei vielen Autoimmunerkrankungen eine wichtige Rolle spielen. ABO2203 befindet sich laut Abogen bereits in der klinischen Entwicklung.

Auch wenn Novartis in den vergangenen Wochen gleich mehrere Rückschläge verkraften musste, bleibt das Portfolio der Schweizer nach wie vor reizvoll. Hier bleibt man langfristig dabei; (B+).