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Rücksetzer nach Rekordhoch

Wall Street wieder im Aufwind

An der Wall Street setzte der S&P 500 zur Wochenmitte seine Rekordjagd fort und erklomm mit 4.393 Punkten einen neuen Höchststand bevor er mit einem moderaten Tagesgewinn von 0,1 % den Handelstag beendete. US-Notebankchef Jerome Powell schob zuletzt die Märkte an. Vor dem Finanzausschuss des US-Parlaments erklärte er, dass die Notenbank noch nicht bereit sei, ihre ultralockere Geldpolitik zu straffen. Auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage hat sich, nach Angaben der Fed weiter verbessert. Zwischen Ende Mai und Anfang Juli sei sie mit einem moderaten bis robusten Tempo gewachsen, hieß es im veröffentlichten Konjunkturbericht, dem sogenannten Beige Book. Auch der Dow Jones konnte sich weiter der 35.000 Punkte-Marke nähern und schloss mit 34.913 Zählern knapp darunter. Der Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq 100 schloss bei 14.900 Punkten und damit einem leichten Plus von 0,14 %. Auch der DAX konnte zuletzt von den guten Vorgaben profitieren und holte seine anfänglichen Verluste vom Mittwoch wieder auf und erreichte zwischenzeitig bei 15.810 Zählern ein neues Rekordhoch. Zuletzt rutschte der dt. Leitindex jedoch vorläufig wieder unter 15.700 Punkten. 

Medienberichten zufolge arbeitet der Technikkonzern Apple an einem neuen Bezahlangebot. Gemeinsam mit der US-Bank Goldman Sachs soll in Zukunft Ratenzahlung angeboten werden. Zwar gab Apple zunächst keine Stellungnahme ab, der Kurs erreichte dennoch ein neues Rekodhoch.

Im Zuge der beginnenden Berichtssaison legten zuletzt die Großbanken Bank of America, Wells Fargo und Citigroup ihre Quartalszahlen vor, die wie von Experten erwartet sehr gut ausfielen. Vor allem geringere Rückstellungen für faule Kredite trieben die Ergebnisse. Die Bank of America verzeichnete einen Gewinnsprung von 173 % und die Citigroup versechsfachte ihren Überschuss. Neben einer geringeren Risikovorsorge trieb vor allem ein florierendes Investmentbanking-Geschäft den Gewinn von Wells Fargo. Nachdem jedoch die Erwartung positiver Meldungen die Kurse zuletzt antrieb, setzten diese nach Veröffentlichung der Zahlen zurück.

Die Aktien des Windanlagenbauers Siemens Gamesa gerieten zuletzt unter Druck. Im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 rechnet der vorstand erneut mit einem Verlust. Die Ebit-Marge soll soch demnach bei 0 bis –1 % einfinden, teilte das Unternehmen mit. bisher wurden 3–5 % angepeilt. Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 lag sie noch bei –2,5 %. 

Medienberichten zufolge überlegt der Reisekonzern TUI weitere Reiseziele von seiner Angebotsliste zu streichen. Der Konzern überarbeitet angesichts der Entwicklung der Coronapandemie laufend sein Angebot. Der Kurs fuhr daraufhin zunächst gen Süden.

Mit positiven Quartalszahlen konnte der Modekonzern Hugo Boss seine Anleger überzeugen. Neben positiven Geschäftszahlen konnte der Konzern mit seiner Guidance für das laufende Geschäftsjahr punkten. Der Umsatz oll demmach um 30 bis 35 % zulegen. Im 2. Quartal sprang dieser bereits währungsbereinigt um 133 % an.

Höhere Kosten haben das operative Ergebnis des Medizin- und Sicherheitstechnikkonzerns Drägerwerk im vergangenen Quartal belastet. Ersten Berechnungen zufolge lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern mit rund 80 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert. Im vergangenen Jahr hatte jedoch das unerwartet boomende Geschäft mit FFP2-Masken und Beatmungsgeräten das Ergebnis angetrieben.

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