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Sanofi sichert sich Beteiligung an deutschem Pharmakonzern

Paris – Der französische Pharmariese steigt mit mehr als einem Viertel der Anteile beim Greifswalder Arzneimittelkonzern Cheplapharm ein. Im Gegenzug bekommt das Familienunternehmen 20 Arzneimittel-Marken von Sanofi, darunter den Blutverdünner Lovenox, der auch als Clexane bekannt ist, wie beide Unternehmen mitteilten. Sanofi hält künftig 26,4 % der Anteile. Zum ersten Mal stellt Cheplapharm künftig auch Medikamente selbst her: Das Unternehmen aus Vorpommern übernimmt die drei Fabriken in Ungarn, Singapur und Frankreich, in denen Lovenox produziert wird, mit zusammen 565 Mitarbeitern. Cheplapharm beschäftigt selbst 800 Mitarbeiter und hatte die Arzneimittel-Produktion bisher stets an Dienstleister vergeben. Sanofi und Cheplapharm arbeiten bereits seit 2014 zusammen, eine Beteiligung gab es bisher aber nicht.

Cheplapharm hat sich auf im Markt seit Langem eingeführte Arzneimittel spezialisiert, die große Pharmakonzerne loswerden wollen, um sich auf lukrative Innovationen konzentrieren zu können. Mit Hilfe von teils hochverzinsten Anleihen hatte Cheplapharm innerhalb von 30 Jahren ein Portfolio von mehr als 100 Medikamenten zusammengekauft. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Cheplapharm einen Umsatz von 1,66 Mrd. € bei einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 643 Mio. €. 

Sanofi musste in den letzten Monaten einige Kurpunkte abgeben. Entsprechend hoffen nun die Anleger auf eine Belebung durch die neue Beteiligung. Doch die Skepsis bleibt bislang. Abwarten! (B+).