New York – Während das Unternehmen in Nordamerika weiterhin Umsatzrückgänge verzeichnete, entwickelte sich das internationale Geschäft stabiler. Die hohen Zollabgaben, steigende Produktkosten sowie ungünstige regionale Absatzverschiebungen konnten dadurch dennoch nicht kompensiert werden.
Insgesamt stand im Ende März beendetem Geschäftsjahr 2025/26 ein Umsatz von 4,97 (5,16) Mrd. $ in der Bilanz. Nach Steuern weitete sich der verlust unterdessen auf –495,64 (–201,67) Mio. $ aus. Hier belasteten u.a. Restrukturierungskosten und Transformationsaufwendungen das Ergebnis. Insgesamt investierte das Unternehmen bislang rd. 261 Mio. $ in das laufende Restrukturierungsprogramm. Nach einer Überprüfung soll das Programm nun erweitert werden und bis Ende 2026 Kosten von rund 305 Mio. $ verursachen.
Nach Angaben von CEO Kevin Plank will Under Armour künftig verstärkt in Markenführung und modernes Marketing investieren. Ziel sei es, die Nachfrage der Verbraucher langfristig wieder zu stärken und die Profitabilität des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an einer Straffung seines Geschäftsmodells und will Entscheidungsprozesse vereinfachen. Der Fokus liegt dabei auf einer stärkeren Kontrolle der Kosten und einer effizienteren operativen Steuerung. Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet der Konzern einen leicht rückläufigen Umsatz. Während Nordamerika erneut schwächer erwartet wird, sollen Europa und Asien-Pazifik leicht wachsen.
Von der einstigen Trendmarke Under Armour ist nicht mehr viel übrig. So lange die Aktie nicht wieder in Form kommt, bleibt man hier auf Abstand! (B–).