Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth ist nach den Turbulenzen der vergangenen Monate überraschend robust ins neue Jahr gestartet. Trotz eines weiterhin von Unsicherheiten geprägten Umfelds konnte der Konzern im 1. Quartal die Erwartungen des Marktes übertreffen. Konzernchef Stephen Hemsley zeigt sich entsprechend zuversichtlicher und hob die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie soll nun mehr als 18,25 (18,00) $ erreichen und liegt damit deutlich über der bisherigen Zielmarke von 17,75 $. Operativ legte der Umsatz in den ersten 3 Monaten um 2 % auf 111,7 Mrd. $ zu. Der Gewinn stagnierte hingegen bei rund 6,3 Mrd. $. Allerdings war im Börsenumfeld mit einem spürbaren Rückgang gerechnet worden. Damit deutet sich an, dass der Konzern die massiven Probleme des Vorjahres zumindest teilweise in den Griff bekommt. 2025 war UnitedHealth wiederholt unter Druck geraten, unter anderem durch staatliche Ermittlungen sowie deutlich gestiegene Behandlungskosten. Die Folge war eine kassierte Jahresprognose, ein Strategiewechsel und die Rückkehr von Hemsley an die Unternehmensspitze. Für 2026 stellt das Management bewusst einen Schrumpfkurs in Aussicht. Durch den Verkauf von Geschäftsteilen, eine geringere Kundenzahl und eine stärkere Fokussierung auf profitable Segmente soll die Ertragskraft nachhaltig verbessert werden.