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US-Markt treibt Stellantis an

Mailand – Nach dem Einbruch der Verkaufszahlen zu Beginn des Jahres scheint sich der Autobauer langsam wieder zu fangen. So stieg der Absatz gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum im 2. Quartal nach ersten Schätzungen insgesamt um 10 % auf 1,6 Mio. Fahrzeuge. Vor allem in Nordamerika stand ein deutliches Plus von 38 %. Insbesondere neue oder aufgefrischte Modelle mit weiteren Antriebsvarianten seien bei den Kunden gut angekommen, hieß es. Im stückzahlenmäßig größten Markt Europa ging es um 5 % nach oben.

Der Konzern mit italienischen, französischen und amerikanischen Wurzeln (unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler) war auf seinem lukrativsten Markt USA in den vergangenen Jahren in schwere Bedrängnis geraten. Neben hausgemachten Problemen von zu hoher Produktion und Preisverfall prasselten auch die politische Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump bei Elektroautos auf den Anbieter ein, der vor allem wegen hoher Abschreibungen auf eingestellte Plattformen und Modelle vergangenen Jahr einen Rekordverlust von –22,3 Mrd. € schrieb.

Der neue Chef Antonio Filosa setzt in den USA nun wieder verstärkt auf Verbrennerantriebe bei den großen SUVs und Pickups der Marken wie Ram und Jeep. Überhaupt konzentriert er fortan die meisten Investitionen auf die Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. Die Europasparte soll insgesamt schrumpfen, die Produktionskapazitäten werden gekürzt.

Auch wenn Stellantis bereits eine erste vorsichtige Erholung sieht, ist der Weg aus dem Kurskeller noch weit. Daher warten konservtaive Anleger hier zunächst weiter ab, bevor sie wieder zusteigen; (B).