GettyImages-1192234942.jpg

Warten auf die EZB

DAX weiter auf Erholungskurs

Der deutsche Leitindex hat seinen Kursrücksetzer endgültig hinter sich gelassen. Vor allem die Wall Street und die in den USA angelaufene Berichtssaison stützen den heimischen Index. Zudem dürften heute alle Augen auf die EZB-Sitzung gerichtet sein. Bei der geldpolitischen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank unter der Leitung von Chefin Christine Lagarde geht es vor allem um die Frage, wie sich die strategischen Änderungen vom Monatsanfang auf die konkrete Politik der Notenbank auswirken. Im Rat der Notenbank gibt es laut Medienberichten Streit darüber, wie dies geschehen könnte. Doch das dürfte den DAX auf seinem Weg in Richtung 15.500 Punkten kaum beeinflussen. 

Der Getränkekonzern Coca-Colahat im 2. Quartal dank der fortschreitenden Erholung von der Coronakrise kräftige Zuwächse verbucht. Der Umsatz verbesserte sich um 42 % auf 10,1 Mrd. $. Der Gewinn nach Steuern legte um 48 % auf 2,6 Mrd. $ zu. Nachdem die Pandemie die Bilanz vor einem Jahr schwer belastet hatte, profitierte Coca-Cola nun davon, dass in Restaurants, Stadien oder Kinos wieder mehr Betrieb einkehrte. Auf bereinigter Basis wird demnach nun für 2021 ein Umsatzplus von 12–14 % anvisiert. Entsprechend hoch lief auch der Aktienkurs. 

Aufgrund eines wesentlich besseren Halbjahres gibt sich der US-Telekomkonzern Verizonoptimistischer für das Gesamtjahr. Für 2021 werde nun ein Plus bei den Serviceumsätzen von 3,5–4 % erwartet. Bislang rechnete der Vorstand mit einem Wachstum von mindestens 3 %. Auch das Ergebnis je Aktie soll nun bei 5,25–5,35 $ anstatt wie bisher prognostiziert zwischen 5,00–5,15 $ liegen. Im 2. Quartal erzielte der Konzern Erlöse von 33,8 Mrd. $ und damit knapp 11 % mehr als im Vorjahr. Nach Steuern stand zudem ein Gewinn von 5,95 (4,84) Mrd. $ in der Bilanz. Auch der Telekomkonzern konnte seiner Aktionäre durchaus überzeugen. 

Der Schweizer Pharmakonzern Roche profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Corona-Tests. Im 1. Halbjahr kletterte der Umsatz um 5 % auf 30,7 Mrd. CHF. Kein Wunder, dass auch dieser Wert zunächst zulegen konnte. 

Und auch im Inland nimmt die Zahlenvorlage Fahrt auf: So hob Europas größter Softwarehersteller SAP nach einem unerwartet robusten 2. Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr zwar leicht an. Anleger hatten sich jedoch deutlich mehr erhofft und schickten den Wert vorerst gen Süden. 

Suche