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Apple droht Prozess in GB

New York – Dem US-Konzern drohen milliardenschwere Schadenersatzforderungen in Großbritannien. Das Competition Appeal Tribunal hat eine Sammelklage gegen die Geschäftspraktiken der Sparte iCloud zugelassen, hieß es von der Verbraucherschutzorganisation Which?. Nun könnten sich die knapp 40 Mio. britischen Apple-Kunden dem Verfahren anschließen. Den seit 2018 entstandenen Schaden bezifferte Which? auf umgerechnet insgesamt 3,5 Mrd. €.

Die Organisation wirft Apple in der Ende 2024 eingereichten Klage vor, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen, um Nutzer an seinen Online-Speicher iCloud zu binden. So könnten bestimmte Daten nur dort gespeichert werden. Zudem seien die Betriebssysteme der Geräte darauf ausgelegt, Anwender zur Nutzung von iCloud zu animieren. Dies behindere den Wettbewerb und treibe die Preise in die Höhe. "Kein Unternehmen, egal wie mächtig es auch sein mag, darf mit dem Missbrauch seiner Marktstellung durchkommen", sagte Which?-Chefin Anabel Hoult.

Apple hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Kunden würden nicht zur Nutzung von iCloud verpflichtet, viele setzten auf Drittanbieter. Über die Sammelklage wird voraussichtlich ab 2028 verhandelt.

Die jüngste juristische Auseinandersetzung ist nicht die Erste und dürfte auch nicht die Letzte für Apple sein. Entsprechend gering fiel die Reaktion am Markt aus. Wer Apple bereits im Depot hält, lässt diese dort erst einmal weiterlaufen; (B+).