New York – Das jüngst abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 ist für den US-Logistikkonzern besser ausgefallen als gedacht. Dennoch zeigten sich Anleger verhalten. Dies lag vor allem an den gestiegenen Treibstoffkosten von 864 Mio. $ auf 1,43 Mrd. $ – ein Anstieg um 66 %. Zwar sieht FedEx bislang keinen Nachfragerückgang durch höhere Spritpreise. Dennoch bleibt dieser Kostenblock ein Warnsignal. Dazu kommt, das 4. Quartal war das Letzte, in dem das Frachtgeschäft noch vollständig enthalten war. FedEx Freight wurde am 1. Juni als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen abgespalten. Im Zuge dessen zahlte FedEx Freight eine Bardividende von rund 4,1 Mrd. $ an die Mutter.
Insgesamt konnte der US-Konzern seinen Umsatz auf 94,7 (87,9) Mrd. $ verbessern. Operativ stand ein Ergebnis von 5,46 (5,22) Mrd. $ in der Bilanz. Auch nach Steuern konnte FedEx einen höheren Gewinn von 4,43 (4,09) Mrd. $ einfahren. Für das lfd. Gesamtjahr visiert der Konzern ein Umsatzwachstum von 11 % und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 16,90 bis 18,10 (18,55) $ in Aussicht.
Trotz eines soliden Geschäftsjahres wurde FedEx zuletzt deutlich abgestraft. Anleger blicken vor allem auf die steigenden Kosten und das erste Geschäftsjahr ohne die Frachtsparte mit Sorgen. Allerdings dürfte die jüngste Reaktion übertrieben ausgefallen sein, denn der Logistiker ist und bleibt eine Branchenmacht, die man nicht ignorieren sollte; (B+).