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Bayer investiert weitere Milliarden in den USA

Der Pharmakonzern Bayer will 2,2 Mrd. $ in ein neues Werk in den USA investieren und so rund 600 Arbeitsplätze schaffen. Die Anlage solle in New Albany im US-Bundesstaat Ohio entstehen. Sebastian Guth, bei Bayer für das operative Geschäft der Pharmasparte zuständig, sagte, es sei eine ganz bewusste Entscheidung, die Präsenz in den USA zu stärken, "und das neben eine historisch starke Präsenz in Europa und eine starke Präsenz in Asien zu stellen".

In dem Werk soll eine Reihe von Medikamenten hergestellt werden, darunter Kerendia zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen, Nubeqa gegen Prostatakrebs und das noch in der Entwicklung befindliche Mittel Asundexian zur Vorbeugung von Schlaganfällen. Guth verwies auf das kräftige Wachstum von Bayer in den USA. 2018 habe das Unternehmen noch rund 20 % des weltweiten Pharmaumsatzes in den USA erwirtschaftet, inzwischen seien es 35 %. "Wir sehen, dass sich das Momentum auch jetzt weiter fortsetzt und haben die Devise ausgegeben, bis Ende des Jahrzehnts unser Geschäft in den Vereinigten Staaten noch einmal zu verdoppeln." Dahinter stehe eine Bereitschaft in den USA, für Innovationen zu bezahlen.

In den USA sind die Medikamentenpreise deutlich höher als in anderen Industrieländern, zum Teil fast dreimal so hoch. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt den Druck auf die Pharmakonzerne erhöht, die Preise zu senken. Zugleich forderte er andere Länder auf, die Medikamentenpreise anzuheben. "Dass wir hier heute eine Diskussion zwischen Industrienationen erleben zu der Frage, wie verteilen wir die Lasten untereinander, wenn es darum geht, Innovationen zu finanzieren, das ist für mich tatsächlich sogar nachvollziehbar", sagte Guth dazu.

Trotz kleiner Korrektur lässt man die Bayer-Aktie in aller Ruhe weiterlaufen; (B+).