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Intesa stockt nochmal auf – und warnt!

Mailand – Im mittlerweile seit vier Monaten andauernden Übernahmekampf der Intesa Sanpaolo um die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) wird der Ton nun deutlich schärfer. Zwar hat die größte Bank Italiens das Übernahmeangebot aufgestockt, doch dieses ist an eine klare Bedingung geknüpft. Mit dem neuen Angebot erhöht sich die Barkomponente um 0,25 € auf nun insgesamt 1,25 € je MPS-Aktie. Das Umtauschverhältnis von 1,6 neuen Intesa-Aktien bleibt jedoch unverändert. Somit erhöht sich das Gesamtangebot auf 31,4 Mrd. €. Sollten Aktionäre jedoch in einem Punkt für den Gegenplan der MPS stimmen, will Intesa wegen „Nichterfüllung der Angebotsbedingungen“ den Nachschlag nicht auszahlen. Die MPS will, um die Übernahme zu verhindern, die Banco BPM und die Banca Generali übernehmen und damit einen neuen Giganten neben Intesa und UniCredit, der anderen italienischen Großbank, schaffen. 

Intesa will die MPS nach der Übernahme unterdessen aufspalten. Das Filialnetz soll größtenteils an den Versicherer Unipol gehen. Bei der Hauptversammlung Ende Oktober sollen die MPS-Aktionäre über den Gegenplan abstimmen. 

Damit richten sich zunächst alle Augen auf die MPS-HV Ende Oktober. Der Intesa-Kurs musste zuletzt eine Korrektur verbuchen, nachdem er in den vergangenen Monaten eine wahre Rally vorgelegt hatte. Wem die Übernahmeschlacht langsam aber sicher zu heiß wird, kann hier noch durchaus über erste Gewinnabsicherungen nachdenken; (B+).