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Börsenbericht – 25.000 Punkte im Visier

Der DAX kann sich am Montag weiterhin nicht von der 25.000-Punkte-Marke lösen. Zwar sorgten Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des Iran-Kriegs zunächst für Zuversicht, doch die Anleger blieben vorsichtig. Die Börsen honorierten bislang keinen Friedensschluss, sondern lediglich Fortschritte auf dem Weg dorthin. Die Verhandlungen befänden sich in einer kritischen Übergangsphase; ein Scheitern bleibe das größte Risiko. Auch die deutlich gesunkenen Ölpreise lieferten deshalb keinen nachhaltigen Impuls. Zudem warteten die Marktteilnehmer auf die Rückkehr der US-Börsen nach dem verlängerten Wochenende.

Der Rücktritt des britischen Premiers Keir Starmer sorgte an den Londoner Finanzmärkte kaum für Bewegung. Starmers Ankündigung löste kaum Reaktionen aus - allerdings kam der Schritt für die Märkte nicht mehr überraschend.

Gefragt blieben dagegen Halbleiterwerte. Nach dem Aufstieg von SK Hynix zum wertvollsten Unternehmen Südkoreas rückten hierzulande insbesondere Infineon wieder in den Fokus. Die Aktie näherte sich ihrem Anfang Juni erreichten höchsten Stand seit dem Jahr 2000.

Auch im MDAX standen Chipwerte auf den Kauflisten. Die neu in den Index aufgenommenen Elmos Semiconductor, Siltronic und Suss Microtec legten zu. Sie ergänzen dort Aixtron und erhöhen damit das Gewicht von Technologiewerten im Index der mittelgroßen Unternehmen.

Hochtief feierte unterdessen ein gelungenes Debüt im DAX. Der Baukonzern hatte im Leitindex die Porsche SE ersetzt und näherte sich wieder seinem Rekordhoch von Anfang Mai. Die Porsche-SE-Aktie wechselte in den MDAX, wo Autowerte weiterhin unter Druck standen. Die jüngste Gewinnwarnung von BMW belastete das Sentiment für die Branche.

Zu den stärkeren MDAX-Werten gehörte auch Nordex. Der Windkraftanlagenbauer setzte seine jüngste Erholung nach neuen US-Aufträgen fort. Goldman-Sachs-Analyst Ajay Patel verwies auf Fortschritte im US-Geschäft, das das weiterhin besonders profitable Deutschlandgeschäft ergänze.

Im DAX zählte außerdem FMC zu den Gewinnern. Die Aktie erreichte den höchsten Stand seit Februar. Goldman-Sachs rechnet damit, dass der Dialysekonzern Anfang August erneut eine solide operative Ergebnisverbesserung berichten wird.