In der laufenden Börsenwoche warten Anleger gespannt auf die Quartalsergebnisse des US-Chipherstellers Nvidia. Hinzu kommt das nächste Treffen der US-Notenbank Fed – der DAX dürfte daher zunächst verhalten in die Woche starten. Zuletzt pendelte der dt. Leitindex weiterhin um die runde Marke bei 26.000 Punkten. Der Gegenwind nimmt jedoch zu, denn die potenziellen Gefahren lassen sich nicht ignorieren. Neben der Krise im Nahen Osten, die anhaltend hohen Energiepreise sowie Inflationssorgen und steigende Renditen am Anleihenmarkt drängen sich in den Vordergrund. Der Renditeanstieg am Anleihemarkt zeigt, dass Anleger steigende Zinsen erwarten – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die Schulden vieler Staaten wachsen. Höhere Zinsen verteuern den Schuldendienst. Aber auch die Kredite für Verbraucher und Unternehmer werden teurer. Daher rückt das anstehende Treffen der Notenbanker in den Fokus. Von Donnerstag bis Samstag treffen sich die Notenanker in Jackson Hole. Investoren und Analysten erhoffen sich Hinweise auf die künftigen Entscheidungen der Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh. Auch an der Wall Street hielten sich Anleger zum Wochenende bedeckt. Der Dow Jones erholte sich immerhin von seinem Vortages-Rücksetzer ein Stück weit. Letztlich stand ein leichtes Plus von 0,98 % in den Büchern. Der S&P 500 gewann 0,43 % auf 7.674,37 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq 100 legte leicht um 0,33 % auf 29.308,86 Punkte zu. Zum Wochenschluss konnten sich die Ölpreise etwas stabilisieren, auf die Woche gesehen verzeichnen sie deutliche Aufschläge. Es zeichnet sich nach wie vor kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus kann kaum genutzt werden.
Die Onlineplattform Shein will bei ihrem geplanten Gang an die Hongkonger Börse einen Milliardenbetrag akquirieren. Der Ultra-Fast-Fashion-Verkäufer plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Mio. Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar (HKD) je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Mrd. Hongkong-Dollar einzusammeln. Den finalen Preis will das in China gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach Singapur verlegt hat, am 31. August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist laut Mitteilung für den 1. September geplant.
Tesla ruft in China knapp 3 Mio. Elektroautos wegen Sicherheitsproblemen mit versenkbaren Türgriffen zurück. Hintergrund der Rückrufaktion sind laut Angaben der chinesischen Marktaufsichtsbehörde die mechanischen Notentriegelungsgriffe in einigen Tesla-Modellen, die nicht deutlich genug zu erkennen seien. Medienberichten zufolge handelt es sich um die bisher größte Rückrufaktion eines Autoherstellers in China. Betroffen sind sowohl in China produzierte als auch importierte Tesla-Fahrzeuge.