Der deutsche Leitindex bleibt auch am heutigen Donnerstag zunächst auf Vorsicht getrimmt. Zwar kann sich der DAX bisher noch über der 26.000-Punkte-Marke halten, doch die Sorgen, gerade vom Anleihemarkt, nehmen zu. Zumal diese auch aus Übersee zu hören sind: In den USA waren die Renditen der 30-jährigen US-Anleihe auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert. Das US-Finanzministerium hatte deshalb angekündigt, die Rückkäufe von langlaufenden Staatsanleihen zu verdoppeln. Zudem machen sich die Anleger wachsende Sorgen über die explodierende Staatsverschuldung. In den USA hat sie jetzt erstmals die Marke von 40 Bill. $ überschritten. Entsprechend rückt auch die Geldpolitik wieder in den Fokus. Daher werden die Stimmen immer lauter, dass die Notenbanker weltweit den Leitzins anheben müssen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Der koreanische Chipriese SK Hynix versuchte die angespannte Lage zwar mit einem großen Aktienrückkaufpaket zu beruhigen. Dies gelang aber ebenso wenig durch ein Geschäft zwischen Google und dem US-Unternehmen Marvell Technology . Die Marvell-Titel zogen zwar an, der bisherige Google-Lieferant Broadcom litt jedoch unter dieser Nachricht.
Aus dem Gesundheitssektor verbuchte die Darmstädter Merck KGaA ein Plus. Nicht selbst daran beteiligt, profitierten die Titel von einer positiv ausstrahlenden Sektornachricht aus den USA. Die Konzerne Merck & Co und Moderna vermeldeten einen Erfolg bei einer kombinierten Hautkrebsbehandlung mit einem mRNA-Krebsimpfstoff. Deren Aktienkurse legten daraufhin deutlich zu.